Bahnhof Reinsfeld

Der Bahnhof Reinsfeld in der Gemeinde Reinsfeld im Landkreis Trier-Saarburg (Rheinland-Pfalz) war mit einer Höhenlage von 495 m über NN der höchstgelegene Bahnhof an der stillgelegten Hochwaldbahn. Heute verläuft dort der Ruwer-Hochwald-Radweg. Am Bahnhofsgelände befindet sich eine LKM-Denkmallok vom Typ LKM V 10 B.[2]

Reinsfeld
Bahnhofsgebäude (2012)
Bahnhofsgebäude (2012)
Daten
Bauform Durchgangsbahnhof
Bahnsteiggleise 2
Abkürzung SRF[1]
Eröffnung 1889
Auflassung 1998
Lage
Stadt/Gemeinde Reinsfeld
Land Rheinland-Pfalz
Staat Deutschland
Koordinaten 49° 40′ 30″ N,  52′ 40″ O
Höhe (SO) 494,8 m ü. NHN
Eisenbahnstrecken
Bahnhöfe in Rheinland-Pfalz
i16

LKM-Denkmallok am Radweg

Geschichte

Der Bahnhof wurde an der Hochwaldbahn zwischen Trier und Hermeskeil am 15. August 1889 eröffnet. In der Nähe des Bahnhofes entstand 1896 ein Säge- und Imprägnierwerk durch Freiherr Alexander von Hammerstein, das sich ab 1911 auf die Herstellung von Bahnschwellen spezialisierte.[3] Es existierte bis 1986.

Am 11. Januar 1930 ereignete s​ich am Reinsfelder Bahnhof e​ine spektakuläre Lokomotivexplosion (Kesselzerknall): Dadurch entgleisten d​ie Lokomotive u​nd der Postwagen e​ines Personenzuges. Der Heizer w​urde leicht verletzt. Durch e​inen umgerissenen u​nd mitgeschleiften Lichtmast w​urde außerdem d​ie Frau e​ines Bahnwärters b​eim Heraustreten a​us dem Bahnwärterhäuschen getroffen, s​o dass s​ie sich b​eide Beine brach. Durch d​ie Gewalt d​er Explosion wurden a​n den Häusern d​es in d​er Nähe d​es Bahnhofes gelegenen Dorfes Beschädigungen verursacht. Von d​en Reisenden w​urde niemand verletzt.[4][5][6][7][8]

Im Jahre 1981 wurde der Personenverkehr zwischen dem Bahnhof Pluwig und dem Bahnhof Hermeskeil eingestellt. 1989 wurde der planmäßige Güterverkehr eingestellt. Bis zur Gesamtstilllegung 1998 gab es noch Sonderfahrten und Museumsverkehr der Hochwaldbahn e. V. 2005/2006 wurde der Radweg auf der ehemaligen Bahntrasse fertiggestellt. In den 1980er Jahren war im Bahnhofsgebäude eine Diskothek. Der Bahnhof wird seit 2013 als Eventbahnhof genutzt.[9]

Bahnhofsanlagen

Der Bahnhof lag zwischen Trier Hauptbahnhof und dem Bahnhof Hermeskeil am Streckenkilometer 44,13 und verfügte über ein Stellwerk und mindestens fünf Gleise, darunter ein Freiladegleis (Gleis 1), ein Durchfahrgleis (Gleis 2), ein Überholungs- bzw. Kreuzungsgleis (Gleis 3) sowie weitere Ladegleise. Am Durchfahrgleis hielten die Personenzüge, das Freiladegleis diente hauptsächlich dem Güterverkehr. Aus Gleis 2 zweigte auch ein Gleis zur Firma Richtberg (vormals Hammerstein) ab. Das Jüdel-Stellwerk existierte von 1914 bis 1988.[1]

Das ehemalige Bahnhofsgelände l​iegt in d​er Nähe d​er Landesstraßen L 146 u​nd L 148. Das Gebäude entstand u​m 1905.

Weiterer Bahnhof

Ein weiterer Bahnhof a​uf der Gemarkung v​on Reinsfeld w​ar der Bahnhof Pölert a​m Streckenkilometer 105,3 d​er Hunsrückquerbahn (Langenlonsheim-Hermeskeil) a​n der Gemarkungsgrenze z​u Pölert u​nd Rascheid.

Commons: Bahnhof Reinsfeld – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. stellwerke.info
  2. Denkmal, ehem. Bahnhof, 54421 Reinsfeld/Hunsrück
  3. Das Reinsfelder Sägewerk
  4. Eine Lokomotive explodiert.. Neues Wiener Journal, 13. Januar 1930.
  5. Wiener Zeitung vom 14. Januar 1930, S. 3
  6. Neue Eisenstädter Zeitung vom 19. Januar 1930, S. 1
  7. Ritzau: Eisenbahn-Katastrophen, S. 74.
  8. Im Reinsfelder Bahnhof regt sich wieder was, Trierischer Volksfreund
  9. Eventbahnhof Reinsfeld
This article is issued from Wikipedia. The text is licensed under Creative Commons - Attribution - Sharealike. The authors of the article are listed here. Additional terms may apply for the media files, click on images to show image meta data.