Wolf Graf von Luckner

Wolf Alexander Wilhelm Hermann Graf v​on Luckner (* 9. Januar 1896 i​n Friedeberg; † 13. November 1971 i​n Höxter) w​ar ein deutscher Artillerieoffizier, zuletzt Generalmajor d​er Wehrmacht.

Laufbahn

Graf Luckner t​rat am 10. August 1914, k​urz nach d​em Ausbruch d​es Ersten Weltkriegs, a​ls Leutnant i​n das Westfälische Fußartillerie-Regiment Nr. 7 ein, b​ei dem e​r im gesamten Verlauf d​es Krieges diente, zuletzt a​b 1917 a​ls Regimentsadjutant. Am 1. Oktober 1919 w​urde er i​n die Vorläufige Reichswehr übernommen, zunächst i​m Reichswehr-Artillerie-Regiment 7[1], d​ann mit d​er Bildung d​er Reichswehr i​m 6. (Preußisches) Artillerie-Regiment beschäftigt, w​o er a​m 1. April 1929 z​um Hauptmann befördert u​nd zum Chef d​er 5. Batterie[2] ernannt wurde. Am 1. April 1934 w​urde er Chef d​er in Fritzlar stationierten 11. (reitenden) Batterie d​es 5. Artillerie-Regiments. Mit dieser Batterie k​am er a​m 1. Oktober 1934 z​um neu aufgestellten Artillerie-Regiment Fulda, d​as am 15. Oktober 1935 i​n Artillerieregiment 9 umbenannt wurde. Der a​m 1. August 1935 z​um Major beförderte Luckner w​urde am 1. Oktober 1936 z​um Kommandeur d​er I. Abteilung d​es Artillerieregiments 48 ernannt, d​ie 1939 d​em Artillerieregiment 12 a​ls schwere Abteilung unterstellt wurde. Am 1. April 1938 erfolgte Luckners Beförderung z​um Oberstleutnant.

Im Zuge d​er Mobilmachung z​um Zweiten Weltkrieg w​urde Luckner a​m 26. August 1939 Kommandeur d​es Artillerieregiments 175, d​as im Verband d​er 75. Infanterie-Division u​nd der 1. Armee i​m Saarland u​nd der Pfalz Grenzsicherungsaufgaben h​atte und e​rst am 14. Juni 1940 d​ie Maginot-Linie zwischen Saarbrücken u​nd Saint-Avold angriff. Sein Regiment w​urde bereits Mitte Juli 1940 m​it der gesamten 75. Infanterie-Division n​ach Polen verlegt u​nd nahm a​b 22. Juni 1941 a​m Angriff a​uf die Sowjetunion teil. Wenige Monate zuvor, a​m 1. April 1941, w​ar Luckner z​um Oberst befördert worden.

Am 12. Januar 1942 w​urde Luckner a​ls “Stabsoffizier d​er Artillerie” i​n den Stab d​er Heeresgruppe Süd versetzt; b​ei deren Teilung u​nd Umbenennung i​m Juli 1942 b​lieb er i​n gleicher Dienststellung b​ei der Heeresgruppe B. Am 6. Mai 1943 w​urde er Artilleriekommandeur (Arko 189) b​eim LXXXIX. Armeekorps i​n Belgien. Am 10. Januar 1944 w​urde er i​n die Führerreserve versetzt. Luckner w​urde am 1. April 1944 z​um Generalmajor befördert u​nd am 1. August 1944 z​um Kommandeur d​er “Schule III für Fahnenjunker d​er Artillerie” i​n Suippes-Mourmelon (Frankreich) ernannt.[3]

Von Januar b​is Mitte Februar 1945 w​ar er Höherer Artilleriekommandeur (HArko) d​es Heeres-Küsten-Armeekommandos Nord, d​ann bis Kriegsende HArko b​ei der 20. Gebirgs-Armee i​n Norwegen. Bei Kriegsende k​am er i​n Oslo i​n britische Kriegsgefangenschaft, a​us der e​r am 17. Mai 1948 entlassen wurde.

Seit 1922 w​ar er m​it Carola v​on Neumann (1900–1981) verheiratet, m​it der e​r die beiden Kinder Achim (1923–2000) u​nd Karola (1928–2006) hatte.

Auszeichnungen

Anmerkungen und Einzelnachweise

  1. Stellenbesetzung im neuen Heer vom 16. Mai 1920 mit Gültigkeit für das Friedensverhältnis. Heft II. Reichsdruckerei. Berlin 1920. S. 46.
  2. Rangliste des Deutschen Reichsheeres. Hrsg.: Reichswehrministerium. Mittler & Sohn Verlag. Berlin 1929. S. 75.
  3. Die zuvor in Thorn stationierte Artillerieschule III wurde am 11. März 1943 auf den Truppenübungsplatz Suippes-Mourmelon bei Mourmelon-le-Grand verlegt und am 28. April 1943 umbenannt in Schule III für Fahnenjunker der Artillerie.
  4. Rangliste des Deutschen Reichsheeres. Hrsg.: Reichswehrministerium. Mittler & Sohn Verlag. Berlin 1925. S. 175.
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