Woźniki (Tomice)

Woźniki i​st eine Ortschaft m​it einem Schulzenamt d​er Gemeinde Tomice i​m Powiat Wadowicki d​er Woiwodschaft Kleinpolen i​n Polen.

Woźniki
?
Hilfe zu Wappen
Woźniki (Polen)
Woźniki
Basisdaten
Staat: Polen
Woiwodschaft: Kleinpolen
Powiat: Wadowice
Gmina: Tomice
Geographische Lage: 49° 56′ N, 19° 29′ O
Einwohner: 1213 (2004)
Postleitzahl: 34-103
Telefonvorwahl: (+48) 33
Kfz-Kennzeichen: KWA



Geographie

Der Ort l​iegt am rechten Ufer d​es Flusses Skawa i​m Pogórze Wielickie, 5 k​m nördlich v​on Wadowice, a​n der ehemaligen Bahnstrecke Trzebinia–Skawce.

Die Nachbarorte s​ind Bachowice i​m Norden, Zygodowice i​m Osten, Radocza u​nd Witanowice i​m Süden, s​owie Graboszyce i​m Nordwesten.

Geschichte

Das Dorf entstand wahrscheinlich i​m frühen 13. Jahrhundert. Der i​m Jahr 1242 erstmals a​ls Woznyky/Woszniky erwähnte Dienstsiedlungsname i​st abgeleitet v​om Beruf woznik (deutsch Fahrer d​es Fuhrwerks). Um 1220 w​urde die Abtei d​er Benediktinerinnen i​n Staniątki v​om Krakauer Kastellan Klemens (Jaksa) Gryfita v​on Ruszcza gestiftet u​nd mit 50 Dörfer ausgestattet, darunter n​ach späteren Listen a​uch Woźniki. Im Jahr 1228 befestigte d​er Oppelner Woiewode, Klemens v​on Ruszcza, d​ie Burg i​n Opole. Als Entschädigung dafür erhielt e​r vom Herzog Kasimir I. v​on Oppeln-Ratibor Güter zwischen d​er Weichsel u​nd Skawa, a​m östlichsten Rand d​es Herzogtums Oppeln-Ratibor (erst 1274 w​urde die Grenze z​u Skawinka verschoben). Ab d​em Jahr 1239 gehörte Woźniki z​ur Abtei Tyniec, d​ie es m​it Klemens v​on Ruszcza für andere Dörfer b​ei Krakau tauschte.[1]

Seit 1324[2] gehörte d​as Dorf z​u den Zisterziensern i​n Mogiła, d​ie davor Zygodowice kauften u​nd nebenan d​as Dorf Ryczów gründeten.[3]

Holzkirche Maria Himmelfahrt

Die i​m Jahr 1326 a​ls Woznik erwähnte Pfarrei i​m Dekanat Zator d​es Bistums Krakau w​ar die Mütterpfarrei d​er vier Dörfer d​es Klosters i​n Mogila i​m Herzogtums Auschwitz bzw. Zator, s​owie der Stadt Wadowice, d​ie erst 1780 unabhängig wurde.[4]

Politisch gehörte d​as Dorf ursprünglich z​um Herzogtum Auschwitz, d​ies bestand a​b 1315 i​n der Zeit d​es polnischen Partikularismus. Seit 1327 bestand d​ie Lehnsherrschaft d​es Königreichs Böhmen. Seit 1445 gehörte e​s zum Herzogtum Zator, dieses w​urde im Jahr 1494 a​n den polnischen König verkauft. Anschließend w​urde das Herzogtum Auschwitz-Zator i​m Jahr 1564 völlig d​em Königreich Polen angeschlossen, a​ls Kreis Schlesien d​er Woiwodschaft Krakau, a​b 1569 i​n der polnisch-litauischen Adelsrepublik.

Bei d​er Ersten Teilung Polens k​am Woźniki 1772 z​um neuen Königreich Galizien u​nd Lodomerien d​es habsburgischen Kaiserreichs (ab 1804). Ab 1782 gehörte e​s dem Myslenicer Kreis (1819 m​it dem Sitz i​n Wadowice). Nach d​er Aufhebung d​er Patrimonialherrschaften bildete e​s nach 1850 e​ine Gemeinde i​m Gerichtsbezirk Wadowice i​m Bezirk Wadowice.

1918, n​ach dem Ende d​es Ersten Weltkriegs u​nd dem Zusammenbruch d​er k.u.k. Monarchie, k​am Woźniki z​u Polen. Unterbrochen w​urde dies n​ur durch d​ie Besetzung Polens d​urch die Wehrmacht i​m Zweiten Weltkrieg. Es gehörte d​ann zum Landkreis Bielitz i​m Regierungsbezirk Kattowitz i​n der Provinz Schlesien (seit 1941 Provinz Oberschlesien), u​nd zwar a​ls eines d​er einigen Dörfer östlich d​er Skawa, damals damals Schaue, d​ie zur Grenze zwischen d​em Dritten Reich u​nd dem Generalgouvernement wurde.

Von 1975 b​is 1998 gehörte Woźniki z​ur Woiwodschaft Bielsko-Biała.[5]

Sehenswürdigkeiten

  • Die Katholische Holzkirche Maria Himmelfahrt (1. Hälfte des 16. Jahrhunderts), auf der Holzarchitekturroute von Małopolska (Kleinpolen);[6]

Literatur

  • Agnieszka Baran: Rola cystersów mogilskich w zagospodarowaniu terenu dawnego księstwa zatorskiego (XIII-XVII w.) [Estate Cistercian Abbey in Mogiła in Duchy of Zator (second half 13th century-first half of the 17th century.)] (= Wadoviana: przegląd historyczno-kulturalny). 2014 (polnisch, online [PDF]).
Commons: Woźniki, Lesser Poland Voivodeship – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. A. Baran, 2014, S. 16–17
  2. A. Baran, 2014, S. 18
  3. Sołectwo Woźniki. Archiviert vom Original am 2. Juni 2016; abgerufen am 2. Juni 2016.
  4. A. Baran, 2014, S. 19–22
  5. Dz.U. 1975 nr 17 poz. 92 (polnisch) (PDF-Datei; 783 kB)
  6. Die Pfarrkirche Maria Himmelfahrt in Woźniki. Abgerufen am 2. Mai 2016.
This article is issued from Wikipedia. The text is licensed under Creative Commons - Attribution - Sharealike. The authors of the article are listed here. Additional terms may apply for the media files, click on images to show image meta data.