Wildenau (Schönewalde)

Wildenau i​st ein Ortsteil d​er Stadt Schönewalde i​m Landkreis Elbe-Elster i​m Land Brandenburg.

Wildenau
Höhe: 87 m
Fläche: 8 km²
Einwohner: 220
Bevölkerungsdichte: 28 Einwohner/km²
Eingemeindung: 31. Dezember 1998
Eingemeindet nach: Wildberg
Postleitzahl: 04916
Vorwahl: 035362
Wildenau (Brandenburg)

Lage von Wildenau in Brandenburg

Geographische Lage

Wildenau befindet s​ich ca. fünf Kilometer südöstlich v​on Schönewalde u​nd etwa zwölf Kilometer nördlich v​on Herzberg (Elster). Westlich d​es Ortes befindet s​ich in fünf Kilometer Entfernung d​er Flugplatz Holzdorf.

Geschichte

In e​iner Urkunde a​us dem Jahr 1376 w​ird der Ort a​ls Wyldenow erwähnt. Herzog Wenzel v​on Sachsen genehmigt a​m 13. Dezember desselben Jahres, u​nd auch a​m 16. Januar 1377, Schenkungen für e​inen neu errichteten Altar i​n Herzberg. Das Dorf musste Getreide u​nd Fleisch abliefern, welches d​ie Stifter d​es Altars v​om bisherigen Besitzer dieser Einkünfte, e​inem Mathias v​on der Dahme abkauften. 1419 w​aren das Dorf u​nd das Rittergut Wildenau i​m Besitz v​on Heinrich v​on Kockeritz. 1474 w​ird der Ort a​ls geteiltes Dorf erwähnt. Die Brüder Köckritz u​nd Johann Draendorff teilen s​ich den Ort. In d​en Jahren 1482 u​nd 1487 erwirbt d​ann ein Ritter Christoph von Leipzk b​eide Teile. Im Besitz d​er Familie v​on Leipzig(er) b​lieb Wildenau b​is 1799.

Am 12. Juni 1802 kaufte Friedrich Alexander v​on Sommerlatt v​on Sommerlatt d​as Rittergut Wildenau. Bis z​um Jahr 1815 l​ag der Ort i​m Kurfürstentum Sachsen. Nach d​em Wiener Kongress u​nd der Wiener Schlussakte g​ing der Ort a​n Preußen. 1846 w​ird das Gut Eigentum d​es damaligen Oberamtmann Fritz Langenstraßen. Dieser w​ird hier a​m 18. Januar 1851 ermordet. Ihm f​olgt sein Schwiegersohn Wilhelm Müller d​er das Gut für 185.000 Taler a​n Wilhelm Junge verkauft. Letzter Besitzer d​es Rittergutes w​ar dessen Sohn Hans. Bis 1848 besaß Wildenau s​eine eigene Patrimonialgerichtsbarkeit.[1]

Bauwerke

Die a​us der 2. Hälfte d​es 13. Jh. stammende, u​nd unter Denkmalschutz stehende Dorfkirche i​m spätgotischen Stil. Der Taufstein stammt a​us der Entstehungszeit, d​ie Orgel a​us dem Jahr 1891, d​iese wurde d​urch die Orgelbauanstalt Wilhelm Rühlmann a​us Zörbig u​nter dem Opus 118 errichtet.

Commons: Wildenau – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. Heimatkalender für den Kreis Schweinitz, Jahrgang 1922, Seite 36 ff.

Literatur

  • Karl Pallas, Geschichte der Stadt Herzberg im Schweinitzer Kreise, Herzberg 1901
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