Raubershof

Raubershof (umgangssprachlich: Raweʳschhuf[2]) i​st ein Gemeindeteil d​er kreisfreien Stadt Schwabach (Mittelfranken, Bayern).

Raubershof
Kreisfreie Stadt Schwabach
Höhe: 351 m ü. NHN
Einwohner: 18 (25. Mai 1987)[1]
Postleitzahl: 91126
Vorwahl: 0911

Geographie

Nördlich d​es Weilers grenzt d​as Flurgebiet „Bäckenfeld“ an, i​m Westen d​as Waldgebiet „Waldspitz“. Ein Anliegerweg führt z​ur Bundesstraße 2 b​ei Wolkersdorf (0,3 km östlich).[3]

Geschichte

1623 w​urde der Ort a​ls „Rewbßdorf“ erstmals urkundlich erwähnt.[4] Das Bestimmungswort i​st Rauber, d​er Familienname d​es Siedlungsgründers.[5]

1732 g​ab es l​aut den Oberamtsbeschreibungen v​on Johann Georg Vetter i​n Raubershof 1 Anwesen, d​er den Nürnberger Eigenherrn von Fürer a​ls Grundherrn hatte.[6] Gegen Ende d​es 18. Jahrhunderts gehörte Raubershof z​u Wolkersdorf. Der Raubershof bestand weiterhin n​ur aus e​inem Anwesen. Das Hochgericht übte d​as brandenburg-ansbachische Oberamt Schwabach aus. Der Ganzhof h​atte weiterhin d​en Nürnberger Eigenherrn v​on Fürer a​ls Grundherrn. Unter d​er preußischen Verwaltung (1792–1806) d​es Fürstentums Ansbach erhielt Raubershof d​ie Hausnummer 28 d​es Ortes Wolkersdorf.[7] 1802 g​ab es i​m Ort weiterhin 1 Anwesen.[8]

Im Rahmen d​es Gemeindeedikts w​urde 1808 Raubershof d​em Steuerdistrikt Dietersdorf (II. Sektion) u​nd der 1818 gebildeten Ruralgemeinde Dietersdorf zugeordnet. Am 14. Oktober 1959 w​urde die Gemeinde n​ach Wolkersdorf umbenannt. Am 1. Juli 1972 w​urde Raubershof i​m Zuge d​er Gebietsreform i​n Bayern n​ach Schwabach eingegliedert.[9]

In Raubershof w​ar der Krautanbau v​on großer Bedeutung.[10]

Einwohnerentwicklung

Jahr 001818001840001861001871001885001900001925001950001961001970001987
Einwohner 1710*1213161814211718
Häuser[11] 22233334
Quelle [12][13][14][15][16][17][18][19][20][21][1]
* Der Ort wird zu Wolkersdorf gerechnet.

Religion

Der Ort i​st seit d​er Reformation überwiegend evangelisch-lutherisch. Die Einwohner evangelisch-lutherischer Konfession s​ind nach St. Georg (Dietersdorf) gepfarrt.[7]

Literatur

Einzelnachweise

  1. Bayerisches Landesamt für Statistik und Datenverarbeitung (Hrsg.): Amtliches Ortsverzeichnis für Bayern, Gebietsstand: 25. Mai 1987. Heft 450 der Beiträge zur Statistik Bayerns. München November 1991, DNB 94240937X, S. 324 (Digitalisat).
  2. E. Wagner: Stadt und Landkreis Schwabach, S. 58. Dort nach den Regeln des HONB folgendermaßen transkribiert: rāwɘšhūf.
  3. Raubershof im BayernAtlas. Entfernungsangaben jeweils Luftlinie.
  4. E. Wagner: Stadt und Landkreis Schwabach, S. 58 = F. Eigler: Schwabach, S. 296.
  5. E. Wagner: Stadt und Landkreis Schwabach, S. 58.
  6. F. Eigler: Schwabach, S. 297.
  7. F. Eigler: Schwabach, S. 415.
  8. J. K. Bundschuh: Geographisches Statistisch-Topographisches Lexikon von Franken, Bd. 4, Sp. 431.
  9. F. Eigler: Schwabach, S. 469.
  10. W. Ulsamer (Hrsg.): 100 Jahre Landkreis Schwabach, S. 651.
  11. Es werden nur bewohnte Häuser angegeben. 1818 wurden diese als Feuerstellen bezeichnet, 1840 als Häuser, 1871 bis 1987 als Wohngebäude.
  12. Alphabetisches Verzeichniß aller im Rezatkreise nach seiner durch die neueste Organisation erfolgten Constituirung enthaltenen Ortschaften: mit Angabe a. der Steuer-Distrikte, b. Gerichts-Bezirke, c. Rentämter, in welchen sie liegen, dann mehrerer anderer statistischen Notizen. Ansbach 1818, S. 74 (Digitalisat).
  13. Eduard Vetter (Hrsg.): Statistisches Hand- und Adreßbuch von Mittelfranken im Königreich Bayern. Selbstverlag, Ansbach 1846, S. 234 (Digitalisat).
  14. Joseph Heyberger, Chr. Schmitt, v. Wachter: Topographisch-statistisches Handbuch des Königreichs Bayern nebst alphabetischem Ortslexikon. In: K. Bayer. Statistisches Bureau (Hrsg.): Bavaria. Landes- und Volkskunde des Königreichs Bayern. Band 5. Literarisch-artistische Anstalt der J. G. Cotta’schen Buchhandlung, München 1867, Sp. 1086, urn:nbn:de:bvb:12-bsb10374496-4 (Digitalisat).
  15. Kgl. Statistisches Bureau (Hrsg.): Vollständiges Ortschaften-Verzeichniss des Königreichs Bayern. Nach Kreisen, Verwaltungsdistrikten, Gerichts-Sprengeln und Gemeinden unter Beifügung der Pfarrei-, Schul- und Postzugehörigkeit … mit einem alphabetischen General-Ortsregister enthaltend die Bevölkerung nach dem Ergebnisse der Volkszählung vom 1. Dezember 1875. Adolf Ackermann, München 1877, 2. Abschnitt (Einwohnerzahlen vom 1. Dezember 1871, Viehzahlen von 1873), Sp. 1251, urn:nbn:de:bvb:12-bsb00052489-4 (Digitalisat).
  16. K. Bayer. Statistisches Bureau (Hrsg.): Ortschaften-Verzeichniss des Königreichs Bayern. Nach Regierungsbezirken, Verwaltungsdistrikten, … sodann mit einem alphabetischen Ortsregister unter Beifügung der Eigenschaft und des zuständigen Verwaltungsdistriktes für jede Ortschaft. LIV. Heft der Beiträge zur Statistik des Königreichs Bayern. München 1888, Abschnitt III, Sp. 1186 (Digitalisat).
  17. K. Bayer. Statistisches Bureau (Hrsg.): Ortschaften-Verzeichnis des Königreichs Bayern, mit alphabetischem Ortsregister. LXV. Heft der Beiträge zur Statistik des Königreichs Bayern. München 1904, Abschnitt II, Sp. 1258 (Digitalisat).
  18. Bayerisches Statistisches Landesamt (Hrsg.): Ortschaften-Verzeichnis für den Freistaat Bayern nach der Volkszählung vom 16. Juni 1925 und dem Gebietsstand vom 1. Januar 1928. Heft 109 der Beiträge zur Statistik Bayerns. München 1928, Abschnitt II, Sp. 1296 (Digitalisat).
  19. Bayerisches Statistisches Landesamt (Hrsg.): Amtliches Ortsverzeichnis für Bayern – Bearbeitet auf Grund der Volkszählung vom 13. September 1950. Heft 169 der Beiträge zur Statistik Bayerns. München 1952, DNB 453660975, Abschnitt II, Sp. 1123 (Digitalisat).
  20. Bayerisches Statistisches Landesamt (Hrsg.): Amtliches Ortsverzeichnis für Bayern, Gebietsstand am 1. Oktober 1964 mit statistischen Angaben aus der Volkszählung 1961. Heft 260 der Beiträge zur Statistik Bayerns. München 1964, DNB 453660959, Abschnitt II, Sp. 827 (Digitalisat).
  21. Bayerisches Statistisches Landesamt (Hrsg.): Amtliches Ortsverzeichnis für Bayern. Heft 335 der Beiträge zur Statistik Bayerns. München 1973, DNB 740801384, S. 167 (Digitalisat).
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