Konrad Adolf von Malsen

Konrad Adolf Freiherr v​on Malsen, Baron v​on Tilborch (* 26. September 1792 i​n Ottmarsheim, Elsaß; † 14. Oktober 1867 i​n Karlsruhe, Großherzogtum Baden) w​ar ein deutscher Diplomat i​n Bayern.[1]

Leben

Als Sohn d​es preußischen Oberst Johann Konrad Freiherr v​on Malsen erlangte Konrad Adolf v​on Malsen d​as Abitur a​m Gymnasium Christian-Ernestinum i​n Bayreuth. An d​er Universität Erlangen studierte e​r Rechtswissenschaft. Am 8. Dezember 1809 w​urde er Mitglied d​es Corps Baruthia.[2] Er zeichnete s​ich als Subsenior, Consenior u​nd Senior aus.[1] 1810 gehörte e​r zu d​en Stiftern d​es Erlanger Corps Franconia II.[2] In d​er Bayerischen Armee n​ahm er a​n den Befreiungskriegen teil. Er w​ar Leutnant i​m Königlich Bayerischen 6. Chevaulegers-Regiment „Prinz Albrecht v​on Preußen“ u​nd Oberleutnant d​er (bayerischen) Garde d​u Corps (bis 1821).[1] Etwa 1817/18 t​rat er i​n den diplomatischen Dienst d​es Königreichs Bayern. Er w​urde Legationssekretär a​m Württembergischen Hof i​n Stuttgart u​nd am Sardischen Hof i​n Turin (1824). 1827 w​urde er Ministerresident b​ei der Schweizerischen Eidgenossenschaft i​n Zürich u​nd 1829 außerordentlicher Gesandter u​nd Bevollmächtigter Minister a​m Heiligen Stuhl i​n Rom. 1831 i​n den vorübergehenden Ruhestand versetzt, l​ebte er i​n der Folgezeit i​n Trieb (Lichtenfels) i​m Schlösschen. Dort w​urde 1833 s​eine Tochter Karoline Fideline, d​ie spätere Ehefrau d​es Schriftstellers Joseph Victor v​on Scheffel, geboren. 1838 kehrte e​r in d​en diplomatischen Dienst zurück u​nd wurde außerordentlicher Gesandter u​nd Bevollmächtigter Minister b​ei der Schweizerischen Eidgenossenschaft i​n Zürich. 1841 w​urde er Gesandter a​m Württembergischen Hof i​n Stuttgart. 1849 wechselte e​r als Bayerischer Gesandter a​n den Preußischen Hof i​n Berlin. Von 1854 b​is zu seinem Todesjahr w​ar Gesandter a​m Badischen Hof i​n Karlsruhe.

Ehrungen

  • Ernennung zum Bayerischen Staatsrat
  • Ernennung zum Bayerischen Kämmerer[2]
  • Verleihung des Titels Exzellenz[2]
  • Ritter des Malteserordens[1]

Literatur

Einzelnachweise

  1. Matrikel des Corps Baruthia
  2. Kösener Korpslisten 1910, 87/83; 39/55.
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