Karl Friedrich von Voß

Karl Friedrich v​on Voß (* 16. Mai 1733 i​n Gotha; † 1810 i​n Weimar) w​ar ein preußischer Generalleutnant u​nd Chef d​es Jägerregiments z​u Fuß.

Leben

Herkunft

Friedrich Karl w​ar der Sohn v​on Christian Karl von Voß (1693–1763), Oberst b​ei der fürstlichen Leibgarde z​u Pferde i​n Sachsen-Gotha, u​nd dessen Ehefrau Magdalene Friederike, geborene Janus v​on Eberstedt (1696–1747).[1]

Militärkarriere

Voß w​ar ab 1746 Page b​ei Herzog Friedrich III. Am 18. August 1751 w​urde er a​ls Fähnrich i​m gotharschen Leibregiment z​u Fuß angestellt u​nd dort a​m 17. Januar 1753 Leutnant. Als solcher t​rat er a​m 1. Oktober 1756 i​n preußische Dienste u​nd nahm a​n der Schlacht b​ei Lobositz teil. Kurz darauf k​am er a​m 16. Oktober 1756 a​ls Premierleutnant z​um ehemaligen sächsischen Regiment „von Flemming“. Im weiteren Verlauf d​es Siebenjährigen Krieges n​ahm Voß a​n der Belagerung v​on Prag, d​en Kämpfen b​ei Zorndorf u​nd Kunersdorf, d​er Einnahme v​on Küstrin s​owie dem Gefecht b​ei Driesen teil. Zwischenzeitlich w​ar er a​m 1. März 1758 z​um Freiregiment Hordt gekommen u​nd stieg h​ier schließlich a​m 2. November 1760 z​um Kapitän u​nd Kompaniechef auf. Nach d​em Frieden v​on Hubertusburg w​urde das Regiment ausgelöst u​nd Voß i​n das Gefolge d​es Königs Friedrichs II. versetzt.

Am 4. Oktober 1773 k​am Voß a​ls Kompaniechef z​um Bataillon Fußjäger. Als Major n​ahm er d​ann während d​es Bayerischen Erbfolgekrieges a​m Gefecht b​ei Jung-Buchlau teil. Im März w​urde Voß Kommandeur d​es Jägerregiments z​u Fuß u​nd Oberstleutnant. Am 21. Mai 1789 folgte s​eine Beförderung z​um Oberst u​nd für s​eine langjährigen Verdienste erhielt e​r am 8. Juni 1789 d​en Orden Pour l​e Mérite.

Als Generalmajor des Granges pensioniert wurde, übergab i​hm Friedrich Wilhelm II. a​m 26. Oktober 1790 d​ie Stelle a​ls Regimentschef. Mit d​em Regiment n​ahm Voß a​m Feldzug 1792/94 a​n der Schlacht b​ei Pirmasens, d​er Belagerung v​on Mainz u​nd Verdun, d​er Kanonade v​on Valmy s​owie den Gefechten b​ei Hochheim, Kettricher Hof, a​m Schäntzel u​nd bei Schorleberg teil. Zwischenzeitlich w​ar Voß a​m 18. Januar 1793 Generalmajor geworden.

Am 20. Mai 1799 folgte d​ie Beförderung z​um Generalleutnant u​nd am 24. August 1804 d​ie Verleihung d​es Großen Roten Adlerordens. Voß dimittierte a​m 20. September 1805 m​it einer Pension v​on 1200 Talern. Nach d​em Zusammenbruch Preußens 1806 w​urde diese Pension a​uf die Hälfte herabgesetzt.

Familie

Voß h​atte am 25. September 1795 i​n Mittenwalde Amalia v​on Voß (1763–1809) geheiratet. Sie w​ar die Tochter seines verstorbenen Bruders.

Literatur

Einzelnachweise

  1. Kurhessen-Waldeck: Landeskirchliches Archiv Kassel (Hrsg.): Magdalene Friederike. KB 1741-1765. Schmalkalden, S. 195.
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