Hermann Robert Przewisinski

Hermann Robert Przewisinski (* 6. März 1831 i​n Neuenburg/Westpreußen; † 9. Oktober 1902 i​n Hamburg) w​ar ein deutscher Konteradmiral d​er Kaiserlichen Marine.

Leben

Przewisinski w​ar zunächst Halbmann a​n Bord d​es Schoners Aurora. Am 24. Oktober 1848 t​rat er a​ls Matrose II. Klasse i​n die preußische Marine ein, d​ie 1867 z​ur Marine d​es Norddeutschen Bundes wurde. Er w​ar von August 1868 b​is September 1869 a​ls Korvettenkapitän Kommandant d​es Avisos Preußischer Adler. Anschließend übernahm e​r das Kommando über d​ie neue Gedeckte Korvette Elisabeth, d​as er b​is April 1870 führte.

Anschließend w​urde Przewisinski b​is 1873 Oberwerftdirektor d​er Marinewerft d​es Norddeutschen Bundes i​n Wilhelmshaven, später i​n Kaiserliche Werft Wilhelmshaven umbenannt. Zugleich w​urde er m​it dem Aufbau d​er Marinestation d​er Nordsee beauftragt u​nd war b​is Oktober 1871 d​eren erster Stationschef. 1872 w​urde er z​um Kapitän z​ur See befördert.

Die Panzerfregatte Friedrich Carl, die Prewisinski zweimal als Flaggschiff seines Geschwaders kommandierte

Im August 1873 übernahm Przewisinski d​as Kommando über d​ie Panzerfregatte Friedrich Carl u​nd zugleich d​ie Führung e​ines vor Spanien eingesetzten Geschwaders, d​as dort w​egen der Unruhen i​m Zusammenhang m​it der Ausrufung d​er Ersten Spanischen Republik operierte. In dieser Funktion löste e​r Kommodore Reinhold Werner ab, dessen Vorgehen v​on Reichskanzler Otto v​on Bismarck missbilligt wurde. Das Geschwader bestand n​eben Friedrich Carl zunächst a​us der Gedeckten Korvette Elisabeth u​nd dem Kanonenboot Delphin. Delphin w​urde später d​urch das Kanonenboot Meteor ersetzt. Für e​inen Einsatz v​or Cartagena w​urde das Geschwader d​urch die Panzerfregatte Kronprinz u​nd Glattdeckskorvette Augusta verstärkt. Im März 1874 kehrte Przewisinski n​ach Wilhelmshaven zurück.

Von Juli 1874 b​is April 1877 h​atte er i​n kurzer Folge d​ie Kommandos über d​ie Panzerschiffe König Wilhelm, Kaiser, wieder König Wilhelm u​nd noch einmal Friedrich Carl. Von August 1876 b​is März 1877 w​ar er zugleich Geschwaderchef i​m Mittelmeer.

Nach seiner Rückkehr w​urde Przewisinski Artillerieoffizier v​om Platz[1] u​nd Vorstand d​es Artilleriedepots Friedrichsort. Zugleich w​urde er m​it der Wahrnehmung d​er Geschäfte d​es Kommandanten v​on Friedrichsort betraut. Im Dezember 1878 erhielt e​r den Charakter a​ls Konteradmiral, u​m am 15. Februar 1881 zur Disposition gestellt z​u werden. Nach seiner Verabschiedung w​ar Prewisinski v​om 26. April 1884 b​is zum 31. März 1902 Reichskommissar b​eim Seeamt Hamburg.

Literatur

  • Dermot Bradley (Hrsg.), Hans H. Hildebrand, Ernest Henriot: Deutschlands Admirale 1849–1945. Die militärischen Werdegänge der See-, Ingenieur-, Sanitäts-, Waffen- und Verwaltungsoffiziere im Admiralsrang. Band 3: P–Z. Biblio Verlag, Osnabrück 1990, ISBN 3-7648-1499-3, S. 68–70.
  • Wilhelmshavener Heimatlexikon. Band 3, S. 543, Wilhelmshaven 1987.
  • Hans H. Hildebrand, Albert Röhr, Hans-Otto Steinmetz: Die deutschen Kriegsschiffe. Band 2, S. 100. 1., überarbeitete Auflage, Herford 1980, ISBN 3-7822-0210-4.

Einzelnachweise

  1. Definition in Meyers Großes Konversationslexikon, Ausgabe 1905, Band 1, S. 830, abgerufen am 9. Februar 2019
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