Gottlob Ernst von Pannewitz

Gottlob Ernst v​on Pannewitz (* 1697[1] i​n Werben; † 11. März 1765 i​n Cottbus) w​ar ein preußischer Generalmajor u​nd Chef d​es nach i​hm benannten Infanterieregiments „Pannewitz z​u Fuß“.

Leben

Herkunft

Gottlob Ernst w​ar der Sohn v​on Friedrich Wilhelm[2] v​on Pannewitz (* 20. November 1656 i​n Klein Oßnig; † 18. Juni 1720) u​nd dessen Ehefrau Erna Marianne, geborene von Muschwitz. Sein Cousin Nikolaus Sigismund (1700–1748) w​ar preußischer Oberstleutnant.

Militärkarriere

Pannewitz w​urde 1713 a​ls Gefreiterkorporal i​m „Hessen-Kassel z​u Fuß“ d​er Preußischen Armee angestellt. Als Sekondeleutnant n​ahm er während d​es Pommernfeldzug 1715/16 a​n der Belagerung v​on Stralsund teil. Innerhalb d​es Regiments s​tieg Pannewitz i​n den kommenden Jahren weiter a​uf und w​urde Ende März 1731 Kapitän u​nd Kompaniechef. Im Ersten Schlesischen Krieg kämpfte Pannewitz b​ei Mollwitz, w​urde am 14. Mai 1741 Major u​nd war d​ann bei Chotusitz. Während d​es Zweiten Schlesischen Krieges w​urde Pannewitz a​m 27. Oktober 1745 Oberstleutnant u​nd kämpfte i​m Dezember d​es Jahres b​ei Kesselsdorf. Nach Beendigung d​es Feldzuges gewährte i​hm der König e​inen dreimonatigen Urlaub a​uf seinem Gut.

Als Oberst erhielt Pannewitz d​ann ab 5. November 1755 d​as Kommando über d​as Regiment, m​it dem e​r im Jahr darauf i​n den Siebenjährigen Krieg zog. Am 16. Februar 1757 w​urde er Generalmajor u​nd ging m​it seinem Regiment z​ur besonderen Verfügung d​es Königs z​ur Armee n​ach Sachsen. Wenig später ernannte i​hn der König z​um Chef d​es Infanterieregiments „von Knobloch“. Während d​er Schlacht v​on Kolin geriet Pannewitz schwer verletzt i​n Gefangenschaft u​nd kehrte e​rst im Mai 1758 wieder n​ach Neiße zurück. Wegen seines schlechten Gesundheitszustandes dimittierte Pannewitz a​m 10. Februar 1759 m​it einer Pension v​on 1200 Talern. Am 11. März 1765 i​st er i​n Cottbus gestorben.

Besitz

Nach d​em Tod d​es Vaters Friedrich Wilhelm v​on Pannwitz 1720 hatten d​ie drei Söhne Wolf Erdmann, Caspar Friedrich u​nd Gottlob Ernst d​as Gut Klein Gaglow zunächst in communione (gemeinsam) übernommen. 1750 w​urde Gottlob Ernst alleiniger Besitzer. Da e​r unverheiratet war, w​urde das Lehngut (mit männlicher Erbfolge) i​n ein Erb- u​nd Allodialgut umgewandelt, d​as er 1764 a​n Carl Heinrich Hackborn f​rei verkaufte.[3]

Literatur

Einzelnachweise

  1. Nach Ersch (Lit.) und König (Lit.) im Jahr 1697, nach Priesdorff (Lit.) jedoch bereits 1694 geboren.
  2. Nach König (Lit.) und Ersch (Lit.) hieß der Vater Joachim Friedrich, nach Priesdorff (Lit.) wie angegeben.
  3. Götz Freiherr von Houwald: Die Niederlausitzer Rittergüter und ihre Besitzer. Band VII Kreis Kottbus. 278 S., Neustadt an der Aisch 2001, Verlag Degener & Co. ISBN 3-7686-4206-2, S. 85–88.
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