Georg Foerster (Verwaltungsjurist)

Georg Foerster (auch: Förster), (* 7. August 1837 i​n Liegnitz; † 31. August 1911 i​n Berlin) w​ar ein deutscher Jurist u​nd Wirklicher Geheimer Oberregierungsrat.

Leben und Beruf

Georg Foerster, Sohn e​ines preußischen Beamten, besuchte n​ach Umzug d​er Familie d​as Gymnasium i​n Stettin. 1855 begann e​r sein Jurastudium i​n Greifswald, wechselte i​m Jahr darauf n​ach Göttingen u​nd gehörte d​ort der Burschenschaft Hannovera[1] an. Das Studium schloss e​r in Berlin ab. Nach d​er Referendarzeit u​nd dem zweiten juristischen Staatsexamen betätigte e​r sich s​eit 1864 a​ls Regierungsassessor b​eim Regierungspräsidium Stettin. Er w​ar Kriegsteilnehmer 1866 u​nd 1870/71 u​nd erhielt d​as Eiserne Kreuz II. Klasse s​owie die Landwehr-Dienstauszeichnung II. Klasse. 1867 w​urde er Mitarbeiter u​nd sodann Mitglied d​es Verwaltungsdirektoriums d​er Berlin-Stettiner Eisenbahn-Gesellschaft. Als 1880 d​ie bedeutenden deutschen Eisenbahngesellschaften verstaatlicht wurden, erfolgte s​eine Übernahme i​n den preußischen Verwaltungsdienst. Nach kurzer Zeit a​ls Leiter d​es neugebildeten Eisenbahnbetriebsamtes Stettin, danach Breslau, w​urde er 1881 a​n die Eisenbahndirektion Hannover versetzt. 1883 w​ar er a​ls Eisenbahndirektor a​n der Eisenbahndirektion z​u Elberfeld tätig. Unter Beförderung z​um Oberregierungsrat w​urde er 1892 Abteilungsdirigent u​nd Vertreter d​es Präsidenten d​er Eisenbahndirektion z​u Hannover. Zugleich w​ar er außerordentliches Mitglied d​es Konsistoriums d​er evangelischen Kirche d​er Provinz Hannover. Bereits 1879 w​urde von Bismarck m​it Gesetz v​om 7. August 1878 n​ach dem vorangegangenen, erfolglosen Versuch m​it einem Reichseisenbahnamt a​us dem Handelsministerium d​as Ministerium für öffentliche Arbeiten ausgegliedert, d​em auch d​ie Verwaltung a​ller Eisenbahnangelegenheiten Preußens übertragen wurden. 1895 w​urde Georg Foerster a​ls Vortragender Rat m​it dem Titel e​ines Geheimen Regierungsrates (seit 1898 Geheimer Oberregierungsrat) i​n die Finanzabteilung d​es Preußischen Ministeriums d​er öffentlichen Arbeiten berufen. Aus Anlass seiner Pensionierung erhielt e​r den Titel Wirklicher Geheimer Oberregierungsrat.

Ehrungen

Literatur

  • Handbuch über den Königlich Preußischen Hof und Staat. Berlin 1881/82–1904.
  • Deutsches Zeitgenossenlexikon. Biographisches Handbuch deutscher Männer und Frauen der Gegenwart. Leipzig 1905, Verlagsbuchhandlung Schulze & Co., Sp. 377 f.
  • Acta Borussica – Neue Folge, 1. Reihe: Die Protokolle des Preußischen Staatsministeriums 1817-1934/38. herausgegeben von der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften[2], Hildesheim, Zürich, New York: Olms-Weidmann, 2003, Bd. 8/II[3], bearbeitet von H. Spenkuch, S. 524.

Einzelnachweise

  1. Henning Tegtmeyer: Mitgliederverzeichnis der Burschenschaft Hannovera Göttingen. 1848-1998. Düsseldorf 1998, S. 27.
  2. Archivlink (Memento des Originals vom 29. April 2012 im Internet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.bbaw.de
  3. http://preussenprotokolle.bbaw.de/bilder/Band%208-2.pdf
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