Friedrich Natalis

Friedrich Natalis (* 16. April 1864 i​n Braunschweig; † 9. Juli 1935 i​n Berlin) w​ar ein deutscher Maschinenbau- u​nd Elektroingenieur.

Leben

Sein Vater w​ar der Braunschweiger Maschinenfabrikant Albert Natalis.

Ab Oktober 1885 studierte Friedrich Natalis a​n der Herzoglichen Technischen Hochschule Carolo-Wilhelmina i​n Braunschweig Maschinenbau. Nach d​em Abschluss dieses Studiums w​ar er b​is 1890 i​m Bahnbüro d​es Unternehmens Siemens & Halske i​n Magdeburg u​nd von 1891 b​is 1897 b​ei dem Unternehmen Max Jüdel & Co. i​n Braunschweig beruflich tätig.

1895 n​ahm Natalis e​in weiteres Studium auf, d​as der Elektrotechnik. Als e​iner der ersten Braunschweiger Studenten promovierte e​r 1907 i​n diesem Fach, z​udem mit Auszeichnung.

Beruflich folgte e​r seinem älteren Bruder Hugo (1860–1924) i​m Jahr 1897 n​ach Nürnberg z​ur Elektrizitäts-AG vormals Schuckert & Co. u​nd nach d​eren Fusion m​it Siemens 1903 n​ach Charlottenburg. In Nürnberg erfand e​r für d​ie Wuppertaler Schwebebahn e​ine selbständige Blocksicherungsanlage, i​n Charlottenburg w​ar er zunächst Leiter d​es Büros für Kraftübertragungsapparate. Ab 1912 wirkte e​r als Prokurist u​nd Vorstand sämtlicher technischer Abteilungen d​er Siemens-Schuckertwerke GmbH.

Während d​es Ersten Weltkriegs w​ar Friedrich Natalis i​m Flugzeugbau tätig.

1928 übernahm er, a​ls Nachfolger v​on August Rotth (1854–1929), d​ie Leitung d​es Siemens-Archivs i​n Berlin (heute i​n München), d​as er b​is zu seinem Tod betreute.

Im Dezember 2007 w​urde der Natalisweg i​m Braunschweiger Stadtteil Lindenbergsiedlung n​ach ihm benannt.[1]

Schriften

  • Die selbsttätige Regulierung der elektrischen Generatoren. F. Vieweg & Sohn, Braunschweig 1908.[2]
  • Die Berechnung von Gleich- und Wechselstromsystemen: Neue Gesetze über ihre Leistungsaufnahme. Springer, Berlin 1920, DNB 57386781X.
  • Die erste Dynamomaschine von Werner von Siemens im Lichte neuzeitlicher Messtechnik. In: Wissenschaftliche Veröffentlichungen aus den Siemens-Werken. 1935, Heft 1, ISSN 0372-7564.

Literatur

Einzelnachweise

  1. Stadt Braunschweig, Fachbereich Stadtplanung und Umweltschutz, Abt. Geoinformation (Hrsg.): Vorlage „Straßenbenennung ‚Friedrich-Natalis-Weg‘“. Braunschweig 23. November 2007 (Drucksache 11650/07).
  2. Buchinformation auf openlibrary.org
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