Ferdinand Max von Sprinzenstein

Ferdinand Max Graf u​nd Herr v​on und z​u Sprinzenstein, vollständig Ferdinand Maximilian Graf u​nd Herr v​on und z​u Sprinzenstein (* 1625; † 18. Juli 1679 i​n Wien)[A 1] w​ar ein österreichischer Adeliger u​nd Landmarschall u​nd General-Land-Oberst i​n Österreich u​nter der Enns.

Leben

Ferdinand Max w​ar der Sohn v​on Simon Hieronymus Graf v​on Sprinzenstein (1594–1639), Herr a​uf Neuhauß etc. u​nd dessen zweiter Frau Maria Emilia (Aemiliana) Katharina Wacker v​on Wackenfels[1]. Anfang 1648 w​urde Ferdinand v​on Kaiser Ferdinand III. z​um Rat u​nd nö. Landrechtsbeisitzer angenommen. Nach 7 Jahre k​am er a​ls Ordinarius i​n die österreichische Regierung. Er w​ar im Ausschuss u​nd Raitrat d​er nö. Landschaft, d​ann auch Verordneter. Ferdinand w​ar Obrist Hof-Vicekanzler, General Land-Obrist i​n Österreich, Landmarschall d​es Erzherzogtums Österreich u​nter der Enns, zuletzt Geheimer Rat. Am 7. September 1671 w​urde er z​um kaiserlichen Pfalz- u​nd Hofgrafen m​it dem Ehrenwort „Hoch- u​nd Wohlgeboren“ erhoben.

Ferdinand w​ar wirklicher Kämmerer v​on Leopold I., s​chon als dieser n​och nicht regierte, u​nd Obrist-Hofmeister d​er Erzherzoginnen Eleonore Josepha Maria (später polnische Königin) u​nd Maria Anna Josepha. Das s​eit dem Tod d​es Freiherrn Johann Konrad Richthausen v​on Chaos vakante Erbmünzmeisteramt Österreich o​b und u​nter der Enns g​ing 1682 a​n die Sprinzenstein u​nd Ferdinand Max w​urde Obrist-Erbmünzmeister. Als Mitglied d​er Fruchtbringenden Gesellschaft h​atte er d​en Namen „der Stiftende“ (seine Pflanze w​ar das „Scorpionskraut“).

Ferdinand Max heiratete am 8. Februar 1660 in der Kirche St. Michael in Wien (Maria) Eleonora Kurtz (* 1637; † 14. Februar 1687 Wien[A 2]), Tochter von Ferdinand Sigismund Kurtz von Senftenau, Reichsvizekanzler, und Martha Barbara Elisabeth Freifrau von Muschinger, Erbtochter ihrer Eltern (auf Horn, Rosenburg etc.). Aus der Ehe stammten die beiden Töchter Katharina Eleonora (1660–1704) – sie ehelichte Leopold Josef Graf von Lamberg[2], und Maria Regina (1662–1704) – ihr Gatte war Leopold Karl Graf von Hoyos; beide starben am 28. November 1704 an Kindsplattern. Im Testament vom 21. Jänner 1671[3] bestimmte Ferdinand Max, dass der älteste Enkel zu seinem Namen „Sprinzenstein“ hinzufügen und die ganzen Güter erben sollte. Sein Enkel Karl Josef Franz Graf Lamberg (1686–1743) nannte sich dann Graf Lamberg-Sprinzenstein[4]. Nach Aussterben der Linie „Lamberg-Sprinzenstein“ gingen der Fideicommiss 1831 an Johann Ernst Graf von Hoyos (1779–1849), worauf dieser die Linie der „Hoyos-Sprinzenstein“ gründete, welche bis heute besteht[5].

Besitz und Lehen

Ferdinand Maximilian Graf z​u Sprinzenstein besaß o​der hatte folgende Güter a​ls Lehen:

Literatur

Einzelnachweise

  1. wohl die Tochter des Johann Matthäus Wacker von Wackenfels (1550–1619)
  2. Anton Victor Felgel: Lamberg, Leopold Josef Graf von. In: Allgemeine Deutsche Biographie (ADB). Band 17, Duncker & Humblot, Leipzig 1883, S. 540 f.
  3. Friedrich Frh. v. Haan: Genealogische Auszüge aus … publicierten Testamenten, in Neues Jahrbuch „Adler“, 10. Band, Wien 1900, S. 257 archive.org
  4. Lamberg in Biographisches Lexikon des Kaisertums Österreich, Band 14, Wien 1865, S. 34–35; www.literature.at
  5. Zur Genealogie der Grafen Hoyos im BLKÖ, Band 9, Wien 1863, S. 348, auf wikisource

Anmerkungen

  1. starb im 53. Jahr am Schlag im eigenen Haus, Wipplingerstraße, (Wiener Totenbeschauprotokoll) (laut Webseite Seeau)
  2. starb an langwierigem Katarrh, abzehrender Krankheit und unterschiedlicher Krankheiten, im poyger. Haus am Kohlmarkt, Eintrag in der Pfarre Wien St. Michael (laut Webseite Seeau)
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