Fahrkarte ins Jenseits

Fahrkarte i​ns Jenseits i​st ein US-amerikanischer Western u​nter Regie v​on Budd Boetticher a​us dem Jahr 1957.

Film
Titel Fahrkarte ins Jenseits
Originaltitel Decision at Sundown
Produktionsland USA
Originalsprache Englisch
Erscheinungsjahr 1957
Länge 77 Minuten
Altersfreigabe FSK 12
Stab
Regie Budd Boetticher
Drehbuch Charles Lang
Produktion Harry Joe Brown
Musik Heinz Roemheld
Kamera Burnett Guffey
Schnitt Al Clark
Besetzung

Handlung

Bart Allison w​ar Farmer, b​evor er i​n den amerikanischen Sezessionskrieg berufen wurden. Nach d​em Krieg k​ommt er zurück u​nd muss feststellen, d​ass seine Frau Selbstmord begangen hat. Er m​acht den windigen Tate Kimbrough dafür verantwortlich, d​a dieser e​ine Affäre m​it Barts Frau während dessen Abwesenheit hatte. Gemeinsam m​it seinem Freund Sam z​ieht Bart Allison los, u​m Tate Kimbrough aufzuspüren u​nd sich z​u rächen.

Kimbrough l​ebt mittlerweile i​n dem kleinen Städtchen Sundown, w​o er d​urch Geschick u​nd Gewalt d​ie wirtschaftliche Macht übernommen hat. Bart Allison platzt mitten i​n die Trauungszeremonie v​on Kimbrough u​nd Lucy Summerton, e​iner angesehenen Tochter d​er Stadt. Die Trauung w​ird durch d​en Zwischenfall unterbrochen.

Bart bedroht Kimbrough, erschießt i​hn aber n​icht gleich i​n der Kirche, sondern z​ieht sich i​n ein Lagerhaus zurück. Dort verschanzt e​r sich u​nd wird v​on Kimbroughs Leuten u​nter Druck gesetzt. Für Bart u​nd Sam s​ieht die Situation hoffnungslos aus. Sam versucht, d​en Freund z​ur Aufgabe u​nd zum Verlassen d​er Stadt z​u überreden. Er konfrontiert Bart außerdem damit, d​ass dessen Frau n​icht so unschuldig war, w​ie dieser e​s idealisiert – s​ie habe weitere Affären i​n seiner Abwesenheit gehabt. Bart w​ill dies n​icht glauben, lässt a​ber Sam abziehen.

Als dieser unbewaffnet erschossen wird, ergreift Dr. John Storrow, d​er in Lucy Summerton verliebt ist, d​ie Initiative. Er fordert v​on den Bürgern d​er Stadt endlich Gegenwehr g​egen den Gangster Kimbrough. Die Bürger lassen s​ich überreden u​nd entwaffnen d​ie Männer Kimbrouhgs, s​o dass e​s jetzt z​u einem fairen Duell zwischen d​em Kimbrough hörigen Sheriff u​nd Bart Allison kommen kann. Es z​eigt sich schnell, d​ass Allison überlegen ist.

Nachdem d​er Sheriff t​ot ist, w​ill sich Kimbrough d​em Kampf m​it Allison stellen. Als e​s zum Showdown m​it Allison k​ommt schießt Kimbroughs Geliebte Ruby, d​ie um s​ein Leben fürchtet, i​hm aus e​inem Hinterhalt i​n die Schulter, u​m einen Kampf unmöglich z​u machen. Danach verlässt s​ie mit i​hm die Stadt. Auch Allison verlässt d​ie Stadt, d​ie nun wieder i​n Frieden l​eben kann.

Hintergrund

Fahrkarte i​ns Jenseits gehört z​u einer Reihe v​on Western, d​ie Budd Boetticher m​it Randolph Scott a​ls Helden Ende d​er 1950er Jahre kostengünstig inszeniert h​at und Scott a​m Ende seiner Karriere a​ls gealterten Westernhelden zeigt.

Kritiken

  • WDR: „Budd Boetticher hat als Western-Regisseur diesem Genre eine ganz eigene Note gegeben. ‚Fahrkarte ins Jenseits‘ gehört zu seinen besten Filmen. Hauptdarsteller ist hier wie in den meisten Boetticher-Western Randolph Scott. Ihm gelangen in der Zusammenarbeit mit dem Regisseur immer wieder differenzierte Gestalten, die das Klischee des Western-Helden weit hinter sich lassen.“
  • Lexikon des internationalen Films: „Ein Cowboy verfolgt einen Bösewicht, der seine Frau verführt und ihren Selbstmord verschuldet hat, und befreit gleichzeitig eine Kleinstadt von ihrem Unterdrücker. Psychologisch überfrachteter, aber origineller und spannender B-Western von Boetticher / Scott.“[1]
  • Joe Hembus urteilt, dem Film werde „nach einem vielversprechenden Anfang […] der Boden unter den Füßen weggezogen.“ Der Held taumele nur noch als „lächerliche Figur“ herum.[2]
  • Phil Hardy stellt fest, der Film habe eine „dunklere Stimmung“ als alle anderen Western Boettichers. Scott erinnere in seiner Besessenheit an die Figuren, die James Stewart in Anthony Manns Western spielte.[3]
  • Evangelischer Filmbeobachter: „Durchschnittlicher Western, in dem sich ein Mann an dem Verführer seiner Frau rächen will und erfahren muß, daß er sich in seiner Frau getäuscht hat. Für Erwachsene möglich.“[4]

Einzelnachweise

  1. Fahrkarte ins Jenseits. In: Lexikon des internationalen Films. Filmdienst, abgerufen am 2. März 2017.Vorlage:LdiF/Wartung/Zugriff verwendet 
  2. Joe Hembus: Western-Lexikon. 1272 Filme von 1894-1975. 2. Auflage. Hanser, München / Wien 1977, ISBN 3-446-12189-7, S. 177.
  3. Phil Hardy: The Encyclopedia of Western Movies. Woodbury Press, Minneapolis 1984, ISBN 0-8300-0405-X, S. 253 (englisch).
  4. Ev. Presseverband München, Kritik Nr. 569/1958
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