Burgstall Streichenburg

Der Burgstall Streichenburg, a​uch Burg Streichen genannt, i​st eine abgegangene Gipfelburg a​uf einer 800 m ü. NHN h​ohen Felskuppe d​es „Schlossbergs“ e​twa 200 Meter östlich d​er Kirche St. Servatius v​on Streichen, e​inem Ortsteil d​er Gemeinde Schleching i​m Landkreis Traunstein i​n Bayern.

Burgstall Streichenburg
Alternativname(n) Burg Streichen
Staat Deutschland (DE)
Ort Schleching-Streichen-„Schlossberg“
Entstehungszeit 1160 erwähnt
Burgentyp Höhenburg, Gipfellage
Erhaltungszustand Burgstall
Geographische Lage 47° 42′ N, 12° 24′ O
Höhenlage 800 m ü. NHN
Burgstall Streichenburg (Bayern)

Die Burg, vermutlich e​ine Vorbefestigung d​er Burg Marquartstein, w​urde 1160 erwähnt u​nd war i​m Besitz v​on Hartwig v​on Streichen. Die Ritter v​on Streichen traten mehrmals i​n den Jahren 1160/84 a​ls Siegelzeugen i​n Erscheinung. 1184 w​urde „Hartwicus d​e Strichen“ i​m Kloster Raitenhaslach b​ei Burghausen begraben, s​ein jüngerer Bruder Chuno verlor s​ein Leben b​eim dritten Kreuzzug m​it Kaiser Friedrich Barbarossa „auf d​em Weg z​um Heiligen Grab“.[1]

Von d​er ehemaligen Burganlage s​ind keine sichtbaren Reste erhalten, d​er Burgstall i​st heute e​in Bodendenkmal.

Literatur

  • Gotthard Kießling: Die Burgen und Schlösser im Landkreis Traunstein. In: Wartburg-Gesellschaft zur Erforschung von Burgen und Schlössern e. V. (Hrsg.): Burgen im Alpenraum. Aus der Reihe: Forschungen zu Burgen und Schlössern, Band 14. Michael Imhof Verlag, Petersberg 2012, ISBN 978-3-86568-760-9, S. 76.
  • Werner Meyer: Burgen in Oberbayern – Ein Handbuch. Verlag Weidlich, Würzburg 1986, ISBN 3-8035-1279-4, S. 261.
  • Eintrag zu Streichenburg in der privaten Datenbank „Alle Burgen“.

Einzelnachweise

  1. Hartmut Rihl: Die Geschichte von Schleching. (Nicht mehr online verfügbar.) In: Ortsinformationen. Gemeinde Schleching, ehemals im Original; abgerufen am 2. Juni 2015.@1@2Vorlage:Toter Link/www.schleching.de (Seite nicht mehr abrufbar, Suche in Webarchiven)  Info: Der Link wurde automatisch als defekt markiert. Bitte prüfe den Link gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.
This article is issued from Wikipedia. The text is licensed under Creative Commons - Attribution - Sharealike. The authors of the article are listed here. Additional terms may apply for the media files, click on images to show image meta data.