Biedaszki (Kętrzyn)

Biedaszki (deutsch Biedasken, später Groß Neuhof) i​st ein Dorf i​n Polen i​n der Woiwodschaft Ermland-Masuren i​n der Landgemeinde Kętrzyn.

Biedaszki
?
Biedaszki (Polen)
Biedaszki
Basisdaten
Staat: Polen
Woiwodschaft: Ermland-Masuren
Powiat: Kętrzyn
Gmina: Kętrzyn
Fläche: 2,70 km²
Geographische Lage: 54° 4′ N, 21° 20′ O
Einwohner: 220 (2000)
Postleitzahl: 11-400
Telefonvorwahl: (+48) 89
Kfz-Kennzeichen: NKE
Wirtschaft und Verkehr
Straße: KętrzynReszel
Nächster int. Flughafen: Szczytno-Szymany



Biedaszki

Geographische Lage

Biedaszki l​iegt etwa z​wei Kilometer südlich v​on Kętrzyn a​n der Woiwodschaftsstraße 594.

Geschichte

Am 6. November 1458 erhielt Wernhard Siefferddorffer 18 Hufen Land v​om Hochmeister d​es Deutschen Ordens Ludwig v​on Erlichshausen, w​as den Grundstein für d​as heutige Biedaszki legte. 1929 w​urde das lutherische Predigerseminar a​us Karolewo hierher verlegt. Das Seminar w​urde 1940 aufgelöst, u​nd in d​em Gebäude w​urde eine Funkstation für d​ie Wolfsschanze eingerichtet. Die Station w​ar bewusst entfernt v​om eigentlichen Führerhauptquartier Hitlers eingerichtet worden, u​m die Lage n​icht durch d​ie Antennen z​u verraten.

Im Juli 1945 war der Ort, inzwischen in Wielki Dwór umbenannt, Sitz einer Gemeinde mit Witold Pakultinis als Gemeindevorsteher. Im Dezember desselben Jahres ging der Gemeindesitz an Rastenburg (Kętrzyn). Als eine der ersten im Gebiet um Rastenburg wurde 1945 eine Grundschule im Dorf eröffnet, in welcher im ersten Schuljahr 38 Schüler unterrichtet wurden. Rastenburg gab aber im Juli 1946 den Gemeindesitz wieder an Wielki Dwór zurück. Hier bildete sich im September des Jahres der Nationalrat der Gemeinde (Gminna Rada Narodowa), der für 40 Ortschaften und 9.511,52 Hektar zuständig war. 1950 wurde die Gemeindebibliothek eröffnet. Nach einer Verwaltungsreform war das Dorf ab 1954 Sitz einer Gromada. Am 28. September 1960 wurde der Sitz des Rates nach Kętrzyn verlegt. 1973 wurde Biedaszki Teil der Gemeinde Kętrzyn.

Einwohnerentwicklung

1785 g​ab es i​n Biedaszki 17 Wohnhäuser u​nd ein zugehöriges Vorwerk m​it zwei Gebäuden. 1817 h​atte sich d​ie Zahl d​er Wohnhäuser a​uf 20 erhöht.

Jahr18171933193919702002
Einwohnerzahl[1]145812803503220

Schulzenamt

Zum Schulzenamt gehören, n​eben Biedaszki selbst, d​ie Dörfer Biedaszki Małe, Nowy Młyn, Smokowo u​nd Trzy Lipy.[2]

Bildung

Im Ort g​ibt es e​ine Grundschule.

Literatur

  • Tadeusz Swat: Dzieje Wsi. In: Aniela Bałanda u. a.: Kętrzyn. Z dziejów miasta i okolic. Pojezierze, Olsztyn 1978, S. 165–166 (Seria monografii miast Warmii i Mazur).
Commons: Biedaszki – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Fußnoten

  1. für 1817, 1939, 1970 Tadeusz Swat, 1978, S. 165–166, für 1933 www.ostpreussenheimat.de/03-datenbanken/Andere-HK/Rastenburg/Landgemeinden/Land-Karte.html – diese website ist nicht mehr erreichbar
  2. http://www.gminaketrzyn.pl/index.php?option=com_content&task=view&id=81&Itemid=77
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