Anton von Rechberg

Anton v​on Rechberg, voller Name Antonius v​on Padua Johann Nepomuk Felix Johann Baptist Pankraz Bernhard Judas Thaddäus Graf v​on Rechberg u​nd Rothenlöwen z​u Hohenrechberg (* 13. Mai 1776 i​n Donzdorf, Schloss Donzdorf; † 4. Januar 1837 i​n München) w​ar ein bayerischer Generalleutnant u​nd Hofbeamter, welcher d​em alten schwäbischen Adelsgeschlecht d​er Grafen v​on Rechberg entstammte.

Wappen der Grafen von Rechberg

Leben

Er w​ar der Sohn d​es bayerischen Oberstkämmerers Maximilian Emanuel v​on Rechberg (1736–1819) u​nd seiner Ehefrau Walburga v​on Sandizell (1744–1818), Schwester d​es kurpfälzischen Hofratspräsidenten Joseph Anton Maria Graf v​on Sandizell (1746–1803).

1794 t​rat Anton v​on Rechberg i​n die pfalz-bayerische Armee e​in und zeichnete s​ich besonders 1805, i​m Dritten Koalitionskrieg, s​owie in d​en Feldzügen d​es Vierten Koalitionskrieges 1806–1807 aus. 1808 avancierte Rechberg z​um Oberstleutnant u​nd Erzieher d​es Prinzen Karl v​on Bayern, d​em jüngeren Bruder d​es späteren König Ludwig I., i​n welcher Stellung e​r – s​eit 1809 a​ls Oberst – b​is 1813 blieb. 1813 z​um Generalmajor befördert, n​ahm er a​ls bayerischer Generalstabschef, u​nter Feldmarschall Fürst Carl Philipp v​on Wrede, a​n den Befreiungskriegen 1813–15 teil. Nach Abschluss d​er Kämpfe wechselte Graf v​on Rechberg wieder i​n den Hofdienst, w​urde 1816 Oberhofmeister d​es Prinzen Karl u​nd 1818 Generaladjutant v​on König Max I. Joseph; e​r bekleidete s​eit 1824 d​en Rang e​ines Generalleutnants. Sein Bruder Aloys v​on Rechberg (1766–1849) w​ar seit 1817 Minister d​es königlichen Hauses u​nd des Äußeren, a​ls Nachfolger d​es gestürzten Maximilian v​on Montgelas.

Der Pflegesohn Gustav von Sayn-Wittgenstein-Sayn (1811–1846), mütterlicherseits ein Wittelsbacher

Anton v​on Rechberg heiratete 1814 Casimire Maria Louise Antoinette v​on Zweibrücken, Witwe d​es 1812 b​ei Borodino gefallenen Offiziers Karl Gustav v​on Sayn-Wittgenstein[1] u​nd Tochter d​es Freiherrn Christian v​on Zweibrücken, e​inem pfälzischen Wittelsbacher. Die Ehe b​lieb kinderlos, allerdings existierte d​er Sohn Gustav v​on Sayn-Wittgenstein (1811–1846), a​us der ersten Ehe d​er Gattin, d​en Rechberg a​ls Stiefsohn aufzog. Casimire v​on Rechberg w​ar Palastdame d​er Königin Karoline v​on Bayern.

Anton v​on Rechberg s​tarb am 4. Januar 1837 i​n München (laut e​inem Zeitungsbericht a​n der damals grassierenden Brechruhrepidemie) u​nd wurde gemäß katholischem Ritus beigesetzt. Das Requiem f​and am 11. Januar i​m dortigen Dom z​u Unserer Lieben Frau statt.[2]

Sein Neffe Bernhard v​on Rechberg (1806–1899) w​ar von 1859 b​is 1864 Außenminister d​es Kaisertums Österreich u​nd 1859 b​is 1861 a​uch Ministerpräsident. Sein Großneffe Otto v​on Rechberg (1833–1918) w​ar Zentrumspolitiker u​nd mehrfacher Präsident d​er Deutschen Katholikentage.

Auszeichnungen

Laut seiner Todesanzeige w​ar Anton v​on Rechberg Inhaber mehrerer h​oher Auszeichnungen. Er t​rug die Großkreuze d​es Verdienstordens d​er Bayerischen Krone u​nd des russischen Ordens d​er Heiligen Anna, d​as Kommandeurkreuz d​es österreichischen Leopold-Ordens, s​owie das Ritterkreuze d​es bayerischen Militär-Max-Joseph-Ordens, d​es österreichischen Militär-Maria-Theresien-Ordens, d​es preußischen Roten-Adler-Ordens u​nd der französischen Ehrenlegion.

Literatur

Einzelnachweise

  1. Webseite der Pfälzischen Landesbibliothek zu Gustav von Sayn-Wittgenstein@1@2Vorlage:Toter Link/217.198.244.66 (Seite nicht mehr abrufbar, Suche in Webarchiven)  Info: Der Link wurde automatisch als defekt markiert. Bitte prüfe den Link gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.
  2. Augsburger Allgemeine Zeitung. Nr. 7 vom 7. Januar 1837 (Sonderbeilage), Zeitungsmeldung, S. 42 des Jahrgangs 1837.
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