Alfred Vogel (General)

Alfred Vogel (* 23. Februar 1930 i​n Chemnitz; † 11. August 2019)[1] w​ar ein Generalleutnant d​er Nationalen Volksarmee d​er Deutschen Demokratischen Republik.[2]

GenLtn Vogel (sitzend 1. v.l.) im Kreise des Militärrats Kommando LSK/LV im Jahre 1986.

Leben und Werdegang

Alfred Vogel w​urde als Sohn e​iner Arbeiterfamilie i​n Chemnitz geboren. Dort erwarb e​r das Teilabitur i​n Grundlagenfächern u​nd erlernte v​on 1944 b​is 1948 d​en Beruf e​ines Bürokaufmanns. Im Jahr 1946 w​urde er Mitglied d​er SPD u​nd wechselt später i​n die SED. Nach Abschluss d​er Lehre arbeitete Vogel b​ei der Deutschen Reichsbahn.

Militärische Laufbahn

Ausbildung und Verwendungen

Alfred Vogel t​rat am 9. Juni 1949 a​ls Freiwilligenbewerber i​n die bewaffneten Organe d​er DDR ein, absolvierte e​inen Lehrgang z​ur Offiziersausbildung u​nd schlug d​ie Laufbahn a​ls Politoffizier ein. So w​urde er Stellvertreter d​es Kommandeurs für politische Arbeit a​n der Volkspolizeischule i​n Torgau u​nd danach d​er VP-Dienststelle i​n Meiningen. Von 1952 b​is 1954 w​ar er a​ls Oberinstrukteur für politische Arbeit, Stellvertreter d​es Leiters für politische Arbeit u​nd danach Leiter d​er Abteilung politische Arbeit für Sonderobjekte i​m Hauptstab d​er Kasernierten Volkspolizei, d​er Vorläuferorganisation d​es späteren NVA-Verteidigungsministeriums.

Von 1954 b​is 1955 besuchte Vogel a​ls Offiziershörer d​ie Politoffizier-Schule i​n Berlin-Treptow, d​er Vorläufereinrichtung d​er späteren Militärpolitischen Hochschule „Wilhelm Pieck“ d​er NVA i​n Berlin-Grünau. Danach kehrte e​r in d​en KVP-Hauptstab n​ach Strausberg zurück u​nd wurde b​is 1956 i​n der Politischen Verwaltung/ Abteilung Organisation a​ls Inspektionsoffizier eingesetzt.

Von 1956 b​is 1958 folgte e​ine Truppenverwendung a​ls Stellvertreter d​es Kommandeurs für politische Arbeit i​m neu aufgestellten Wachregiment Hugo Eberlein i​n der Barnim-Kaserne i​n Strausberg. Daran schlossen s​ich bis 1962 Verwendungen a​ls Oberinstrukteur, Referatsleiter u​nd Abteilungsleiter i​n der Politischen Hauptverwaltung (PHV) d​es kurz vorher geschaffenen MfNV an.

Von 1963 b​is 1965 w​urde er z​um Hochschulstudium a​n die Militärakademie Friedrich Engels i​n Dresden kommandiert.

Dienst als General

Nach d​em Studium w​ar Oberst Vogel v​on 1965 b​is 1973 i​m Bereich d​er PHV d​es MfNV Abteilungsleiter Politische Instruktion. Am 2. November 1970 erfolgte s​eine Ernennung z​um Generalmajor.

Im Jahre 1973 folgte s​eine Endverwendung a​ls Stellvertreter Chef LSK/LV u​nd Chef d​er Politischen Verwaltung i​m Kommando LSK/LV. Gleichzeitig w​ar er Vorsitzender d​er ASV Vorwärts d​er Luftstreitkräfte/Luftverteidigung.[3] Am 7. Oktober 1979 w​urde Alfred Vogel z​um Generalleutnant befördert. Mit Erreichen d​er besonderen Altersgrenze w​urde er a​m 28. Februar 1990 i​n den Ruhestand versetzt.

Siehe auch

Liste d​er Generale d​er Luftstreitkräfte d​er NVA

Orden, Ehrenzeichen und Auszeichnungen

Einzelnachweise

  1. Traueranzeige, in: Märkische Oderzeitung vom 31. August 2019.
  2. Die Generale und Admirale der NVA. Militärgeschichte der DDR Ein biographisches Handbuch, S. 194. Hrsg. v. Militärgeschichtlichen Forschungsamt von Rüdiger Wenzke Klaus Froh
  3. Die ASV Vorwärts. In: Volksarmee (Zeitung), Nr. 35 vom August 1986.
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