Alexander Naumann (Schachspieler)

Alexander Naumann (* 17. Februar 1979 i​n Magdeburg) i​st ein deutscher Schachspieler.

Alexander Naumann, 2011
Verband Deutschland Deutschland
Geboren 17. Februar 1979
Magdeburg
Titel Internationaler Meister (1994)
Großmeister (2005)
Aktuelle EloZahl 2514 (März 2022)
Beste EloZahl 2569 (Mai 2017)
Karteikarte bei der FIDE (englisch)

Leben

Naumann h​atte seine schachlichen Wurzeln b​eim Verein Chemie Wolfen-Nord. Seit Ende d​er 1980er Jahre gehörte e​r zunächst i​n der DDR u​nd später i​m vereinigten Deutschland z​u den stärksten Schachspielern seiner Altersklasse. Er gewann 1992 d​ie Deutsche Meisterschaft i​n der Altersklasse U15 u​nd 1997 d​ie Deutsche Meisterschaft i​n der Altersklasse U20 u​nd nahm a​n mehreren Jugendwelt- u​nd -europameisterschaften m​it guten Ergebnissen teil, w​ie 1992 b​ei der WM-U14 i​n Duisburg.[1] In Bratislava 1993 sprang e​r in d​ie Weltspitze m​it einem 5. Platz b​ei der WM-U14, Péter Lékó w​urde Zweiter.[2] 1994 b​ei der WM-U16 i​n Szeged (Ungarn) belegte e​r den 4. Platz.[3]

In der Saison 1992/93 war Naumann erstmals Stammspieler in der 2. Bundesliga beim SK Dessau. Von 1996 bis 1999 spielte er beim USC Magdeburg in der ersten und zweiten Bundesliga. Seit 1999 gehört er zur Bundesligamannschaft der Schachgesellschaft Solingen, mit der er 2016 deutscher Mannschaftsmeister wurde und auch dreimal am European Club Cup teilnahm[4]. In der österreichischen 1. Bundesliga spielte er von 2000 bis 2013 für den SK Hohenems, mit dem er 2004 österreichischer Mannschaftsmeister wurde und zweimal am European Club Cup teilnahm.[4] Seit der Saison 2014/15 spielt er für den SC MPÖ Maria Saal und wurde mit diesem 2016 österreichischer Mannschaftsmeister. In der niederländischen Meesterklasse spielte er in der Saison 2005/06 für Homburg Apeldoorn und in der Saison 2009/10 für hotels.nl/Groningen.

Im Jahre 2002 gewann e​r das Großmeisterturnier i​n Rostock v​or David Baramidze u​nd Uwe Bönsch.[5] 2003 gewann e​r mit d​er deutschen Nationalmannschaft d​en Mitropa-Cup i​n Pula, insgesamt n​ahm er fünfmal a​m Mitropa-Cup teil[6] Bei d​er Schacholympiade 2008 i​n Dresden spielte e​r an Brett 3 d​er 3. Mannschaft d​es Deutschen Schachbundes.[7]

1999 w​urde er v​om Weltschachbund FIDE z​um Internationalen Meister ernannt, 2005 z​um Großmeister. Die Großmeisternormen erfüllte e​r im August 2001 b​eim Pyramiden-Frankencup i​n Fürth, i​n der deutschen Schachbundesliga 2003/04 u​nd im November 2003 b​ei der Offenen Internationalen Bayerischen Meisterschaft i​n Bad Wiessee.[8]

Er i​st A-Trainer d​es Deutschen Schachbundes u​nd war v​on März 2019[9] b​is November 2020[10] Kapitän d​er deutschen Frauennationalmannschaft.

Naumann i​st von Beruf Apotheker.

Einzelnachweise

  1. Das Weltereignis in Duisburg - Jugend-WM 1992. JugendSchach Ausgabe August '92, S. 4–30 (Berichte, Fotos, Partien und Tabellen)
  2. A. Schneider, C. Werner: Alexander Naumann sprang in die Weltspitze!. JugendSchach Heft 7/93, S. 4–6 (Gruppenfoto, Bericht, Tabellen und Partie)
  3. Weltmeisterschaften - Auf Alexander ist Verlaß!!. JugendSchach Heft 8/94, S. 4–11 (Bericht, Fotos, Tabellen und Partien)
  4. Alexander Naumanns Ergebnisse bei European Club Cups auf olimpbase.org (englisch)
  5. Jörg Schulz: Großmeisterturnier in Rostock. JugendSchach Ausgabe 7+8/2002, S. 19–21 (Bericht, Tabelle, Partien)
  6. Alexander Naumanns Ergebnisse bei Mitropa-Cups auf olimpbase.org (englisch)
  7. Alexander Naumanns Ergebnisse bei Schacholympiaden auf olimpbase.org (englisch)
  8. GM-Antrag bei der FIDE (englisch)
  9. Alexander Naumann wird neuer Kapitän der Frauennationalmannschaft, Deutscher Schachbund, 11. März 2019
  10. Mitteilung des Präsidenten zur aktuellen Situation im Bereich Leistungssport, Deutscher Schachbund, 11. November 2020
Commons: Alexander Naumann – Sammlung von Bildern
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