Wolfgang Fischer (General, 1932)

Wolfgang Fischer (* 18. Juni 1932 i​n Oelsnitz/Vogtl.) i​st ein ehemaliger deutscher Offizier. Er w​ar Generalmajor u​nd Chef d​es Wehrbezirkskommandos Halle d​er Nationalen Volksarmee (NVA) d​er DDR.

Wolfgang Fischer

Leben

Fischer, Sohn e​ines Zeichners, arbeitete n​ach dem Besuch d​er Volksschule a​b 1946 a​ls Speditionsarbeiter. Von 1948 b​is 1951 absolvierte e​r eine Lehre a​ls Speditionskaufmann. Am 10. Juli 1951 t​rat er i​n die Deutsche Volkspolizei e​in und w​ar Wachposten, Schreiber u​nd zuletzt Hauptfeldwebel i​n der VP-Bereitschaft Berlin-Rummelsburg. Von 1953 b​is 1954 w​ar er Offiziersschüler a​n der Offiziersschule Erfurt u​nd anschließend b​is 1955 Zugführer i​m Kommando Drögeheide d​er Kasernierten Volkspolizei (KVP). Im Jahr 1955 w​urde er Mitglied d​er Sozialistischen Einheitspartei Deutschlands (SED). 1955/56 fungierte e​r als Offizier für operative Arbeit i​m Stab d​er KVP-Dienststelle Prenzlau.

Ab 1956 Angehöriger d​er NVA, w​ar er zunächst Offiziershörer i​n Dresden u​nd studierte v​on 1956 b​is 1960 a​n einer Militärakademie d​er UdSSR. 1960/61 diente e​r als Stabschef d​es Aufklärungsbataillons 8 u​nd 1961 b​is 1964 a​ls Oberoffizier u​nd Leiter d​er Unterabteilung für operativ-taktische Ausbildung i​m Kommando d​es Militärbezirks V i​n Neubrandenburg. Dem folgte b​is 1969 d​er Dienst a​ls Oberoffizier i​n der Verwaltung Operativ d​es Militärbezirks V. Im Jahr 1969 g​ing er a​ls Oberoffizier z​um Stab d​er Vereinten Streitkräfte d​es Warschauer Vertrages n​ach Moskau u​nd studierte d​ort von 1973 b​is 1975 a​n der Generalstabsakademie d​er UdSSR.

Nach seiner Rückkehr in die DDR erfolgte 1975/76 der Einsatz als Oberoffizier in der Verwaltung Operativ des Ministeriums für Nationale Verteidigung. Von 1976 bis 1980 war er Stellvertreter des Kommandeurs und Stabschef der 11. Mot.-Schützendivision in Halle (Saale) und 1980 /81 Stellvertreter des Chefs des Stabes für Organisation im Kommando des Militärbezirks III in Leipzig. Zuletzt war er vom 1. Februar 1982 bis 1990 als Nachfolger von Franz Rös Chef des Wehrbezirkskommandos (WBK) Halle der NVA. Von Februar 1984 bis November 1989 war er Mitglied der SED-Bezirksleitung Halle. Am 21. Februar 1986 wurde er von Erich Honecker zum Generalmajor ernannt[1] und am 30. September 1990 im Rahmen der Abwicklung der NVA aus dem Militärdienst entlassen.[2]

Auszeichnungen

Literatur

Einzelnachweise

  1. Erich Honecker beförderte und ernannte Generale der Streitkräfte. In: Neues Deutschland, 22. Februar 1986, S. 1.
  2. https://deutsche-einheit-1990.de/ministerien/ministerium-fuer-abruestung-und-verteidigung/ende-der-nva/
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