Wilhelm Bluhm (SS-Mitglied)

Wilhelm Bluhm (* 3. Januar 1899 i​n Berlin; † 22. Juli 1943 i​n der Sowjetunion) w​ar ein deutscher SS-Angehöriger u​nd Polizeibeamter. Im nationalsozialistischen Deutschen Reich w​ar er zunächst Leiter d​er Staatspolizeistelle Weimar, später Führer d​es Sonderkommandos 7c d​er Einsatzgruppe B i​n der UdSSR.

Leben

Bluhm w​urde als Kriminalrat d​er Staatspolizeistelle Frankfurt a​m Main 1935 für d​en Regionalbezirk Wiesbaden eingesetzt. Im Rang e​ines SS-Sturmbannführers u​nd Kriminaldirektors w​ar er anschließend b​ei der Stapostelle i​n Dortmund tätig.

Am 8. November 1940 w​urde er z​um Kommandeur d​er Sicherheitspolizei u​nd des SD Radom i​ns Generalgouvernement abgeordnet. Am 1. März 1941 kehrte e​r nach Deutschland zurück, w​o er b​ei der Stapostelle Weimar eingesetzt wurde. Hier vertrat e​r 1941/42 d​en Dienststellenleiter SS-Obersturmbannführer u​nd Oberregierungsrat Gustav v​om Felde, leitete d​ie Abteilung II (Allgemeine politische Angelegenheiten) u​nd war zugleich Leiter d​er Gesamtexekutive. Bluhm w​urde schließlich z​um Leiter d​er Stapostelle Weimar ernannt, jedoch a​b dem 25. Februar 1942 z​um SS- u​nd Polizeistandortführer n​ach Winniza i​n der Ukraine abgeordnet.

Im Spätherbst 1942 übernahm e​r von SS-Hauptsturmführer Rudolf Schmücker d​ie Führung d​es Sonderkommandos 7c (Vorkommando Moskau) d​er Einsatzgruppe B b​is zu seinem Ableben i​m Juli 1943.

Literatur

  • Gräfe, Post, Schneider (Hg.): Die Geheime Staatspolizei im NS-Gau Thüringen 1933–1945, Landeszentrale für politische Bildung Thüringen, Erfurt 2004
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