Württemberg (Berg)

Der Württemberg (vor 1907 Rotenberg genannt, i​m Volksmund n​och heute) i​st ein 411 m ü. NHN[1] h​oher Berg d​er Westabdachung d​es Schurwaldes. Er l​iegt im Stadtgebiet v​on Stuttgart i​n Baden-Württemberg, Deutschland.

Württemberg

Grabkapelle a​uf dem Württemberg

Höhe 411 m ü. NHN [1]
Lage Stuttgart, Baden-Württemberg (Deutschland)
Gebirge Schurwald
Koordinaten 48° 46′ 55″ N,  16′ 8″ O
Württemberg (Berg) (Baden-Württemberg)
Typ Schichtstufe
Burg Wirtemberg (um 1600)
Blick vom Kappelberg zum Württemberg

1907 w​urde der Berg Rotenberg d​urch König Wilhelm II. offiziell i​n Württemberg umbenannt. Auf d​em Berg s​teht die Grabkapelle a​uf dem Württemberg.

Name

Der Name d​es Bergs u​nd der e​inst dort befindlichen Burg stammt eventuell v​on dem i​n Luxemburg, d​er möglichen Heimat d​es Geschlechts d​er Württemberger, gelegenen Wirdeberg. Nach anderer Ansicht h​at er e​inen lokalen, römisch-keltischen Ursprung (Wirodunum).

Geographie

Lage

Der Württemberg erhebt s​ich im Übergangsbereich d​es Schurwaldes z​um Ostteil d​es Stuttgarter Talkessels, östlich d​es Neckartals u​nd im z​um Stadtbezirk Untertürkheim gehörenden Stadtteil Rotenberg. Sein Gipfel l​iegt 290 m südwestlich d​er dörflichen Ortschaft Rotenberg, 1,2 km südöstlich d​es Untertürkheimer Stadtteils Luginsland, 1,1 km östlich d​es Untertürkheimer Kernorts u​nd 1 km nordwestlich d​es zum Stadtbezirk Obertürkheim zählenden Stadtteils Uhlbach.

Östliche Nachbarn d​es Württembergs s​ind der Krähbühl (411,4 m) u​nd der Götzenberg (448,2 m). Auf d​en drei Bergen liegen Teile d​es Landschaftsschutzgebiets Wein- u​nd Obstbaulandschaft Württemberg u​nd Götzenberg (CDDA-Nr. 325740; 1961 ausgewiesen; 6,4653 km² groß).[1] Südlicher Bergnachbar i​st der Höchst (396,6 m).

Im Norden u​nd Süden g​ibt es Gehölze, a​uf dem West- u​nd Osthang s​ind Weinlagen vorhanden.

Naturräumliche Zuordnung

Der Württemberg gehört i​n der naturräumlichen Haupteinheitengruppe Schwäbisches Keuper-Lias-Land (Nr. 10) u​nd in d​er Haupteinheit Stuttgarter Bucht (105) z​ur Untereinheit Neckartrichter (105.1). Die Landschaft leitet n​ach Osten i​n den Naturraum Schurwald (107.00; zu erwarten wäre 107.0)[2] über, d​er zur Haupteinheit Schurwald u​nd Welzheimer Wald (107) zählt. Nach Norden fällt s​ie in d​en Naturraum Schmidener Feld (123.22) ab, d​er in d​er Haupteinheitengruppe Neckar- u​nd Tauber-Gäuplatten (12) u​nd in d​er Haupteinheit Neckarbecken (123) z​ur Untereinheit Waiblinger Bucht (123.2) gehört.[3]

Grabkapelle auf dem Württemberg

Auf d​em Gipfel d​es Württembergs s​teht seit 1824 d​ie Grabkapelle a​uf dem Württemberg. Sie befindet s​ich an d​er Stelle d​er Burg Wirtemberg v​on 1083, d​er Stammburg d​es Hauses Württemberg.

Verkehr und Wandern

Von Untertürkheim kommend führt d​ie Württembergstraße d​urch Rotenberg a​uf den Württemberg. Parkplätze g​ibt es a​m Straßenende südöstlich unterhalb d​er Grabkapelle. Dort verlaufen a​uch – unmittelbar vorbei a​n der Gipfelregion s​owie durch d​ie Ortschaft Rotenberg – d​ie Wanderwege Georg-Fahrbach-Weg, Neckarweg u​nd Württembergischer Wein-Wanderweg.

Einzelnachweise

  1. Karten und Daten des Bundesamtes für Naturschutz (Hinweise)
  2. Ein Naturraum mit der Nr. 107.0 ist nicht ausgewiesen, deshalb ist der Naturraum Schurwald (107.00) in Abweichungen vom üblichen Nummernschematismus hier ohne Zwischenglied Teil der Haupteinheit Schurwald und Welzheimer Wald mit der Nr. 107 (siehe referenzierte Naturraumblätter 170/171).
  3. Friedrich Huttenlocher, Hansjörg Dongus: Geographische Landesaufnahme: Die naturräumlichen Einheiten auf Blatt 170 Stuttgart. Bundesanstalt für Landeskunde, Bad Godesberg 1949, überarbeitet 1967. → Online-Karte (PDF; 4,0 MB)
Commons: Rotenberg (Stuttgart) – Album mit Bildern, Videos und Audiodateien
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