USS Mississinewa (AO-59)

Die USS Mississinewa (AO-59) w​ar ein Versorgungstanker d​es Typs T3-S2-A3 d​er Cimarron-Klasse d​er US Navy. Der Tanker w​urde am 28. März 1944 i​n Dienst gestellt u​nd am 20. November 1944 v​on einem japanischen bemannten Torpedo versenkt.

USS Mississinewa (AO-59)
Schiffsdaten
Flagge Vereinigte Staaten Vereinigte Staaten
Schiffstyp Tanker
Klasse Cimarron-Klasse
Bauwerft Bethlehem Sparrows Point Shipyard, Maryland (USA)
Baukosten 5. Oktober 1943
Stapellauf 28. März 1944
Indienststellung 19. Mai 1944
Verbleib am 20. November 1944 versenkt
Schiffsmaße und Besatzung
Länge
169 m (Lüa)
Breite 23 m
Tiefgang max. 9,8 m
Verdrängung 25.833 t
 
Besatzung 21 Offiziere und 278 Mannschaften
Maschinenanlage
Maschine 2 Dampfkessel
Maschinen-
leistung
30.400 PS (22.359 kW)
Höchst-
geschwindigkeit
18 kn (33 km/h)
Propeller 2
Bewaffnung
  • 4 × 127-mm-L/38-Flak
  • 4 × 40-mm-Flak
  • 4 × 20-mm-Flak

Bau

Die Mississinewa w​urde am 5. Oktober 1943 i​n der Bethlehem Sparrows Point-Werft i​m amerikanischen Sparrows Point, Maryland a​uf Kiel gelegt u​nd am 28. März 1944 i​n Dienst gestellt. Erster (und einziger) Kommandant w​ar Kapitän Philip G. Beck. Benannt w​urde das Schiff n​ach dem US-amerikanischen Fluss Mississinewa i​m Bundesstaat Indiana.

Zweiter Weltkrieg

Die Mississinewa begann mit ihrem ersten Auftrag am 18. Mai 1944. Nachdem sie in der Chesapeake Bay in den Vereinigten Staaten letzten Tests unterzogen wurde, trat sie eine Fahrt nach Aruba an. Dort wurde sie am 23. und 24. Juni 1944 mit Fracht beladen, um weiter nach Pearl Harbor gesteuert zu werden, wo sie am 10. Juli einlief. Als Mitglied der 10. Versorgungsstaffel begab sie sich mit anderen Schiffen der Einheit zum Eniwetok-Atoll im Pazifik, um Schiffe der 3. Flotte mit Kraftstoff zu beliefern. Am 25. August 1944 war sie auf dem Weg zur Manus-Insel, um mit Kraftstoff und Material beladen zu werden und danach Post an die Schiffe der 31., 32. und 38. Task Force während der Besetzung Palaus auszuliefern. Als sie am 30. September 1944 wieder zur Manus-Insel zurückkehrte, wurde sie erneut mit Kraftstoff beladen, um die nördlicher gelegene 38. Task Force im Rahmen der Rückeroberung der Philippinen aufzutanken. Am 19. Oktober begab die Mississinewa sich für eine erneute Betankung zu ihrem neuen Stützpunkt zum Ulithi-Atoll.

USS Mississinewa versinkt brennend am 20. November 1944

Dort wurde sie am 16. November 1944 mit ungefähr 1500 Flugbenzin, 1400 Dieselkraftstoff und 14.000 Schweröl beladen, um einige Tage später zu einer weiteren Versorgungsfahrt aufzubrechen. Am 20. November befand sie sich immer noch im Hafen auf Ulithi, wo sich auf dem Schiff um 5:47 Uhr eine heftige Explosion ereignete. Wenige Sekunden danach entzündete sich einer der mit Flugbenzin gefüllten Tanks, was eine zweite Explosion hervorrief. Das entstandene Feuer breitete sich in Richtung des Bugs des Schiffes aus. Auf dem gesamten Schiff befand sich nun Schweröl, das von einem Benzinteppich bedeckt war, der wie ein Docht fungierte. Durch den leichten Wind, der an dem Tag herrschte, breitete sich das Feuer unter dafür geeigneten Umständen rasch aus, so dass das Schiff wenig später komplett in Brand geraten war. Als die Flammen kurze Zeit danach den Munitionsspeicher des Schiffes erreichten, ereignete sich eine dritte Explosion, woraufhin fast das gesamte Schiff von circa 30 Meter hohen Flammen umhüllt worden war. Mehrere Schlepper unternahmen zahlreiche und langanhaltende Löschversuche, bis die Mississinewa um ungefähr 9:00 Uhr langsam sank.

Die USS Mississinewa w​ar somit d​as erste Schiff d​er US-amerikanischen Flotte, welches d​urch einen bemannten Torpedo v​om Typ Kaiten d​er kaiserlich japanischen Marine versenkt wurde. Bei d​em Angriff a​uf die Mississinewa starben 63 amerikanische Seeleute u​nd der Kaiten-Pilot.

In d​er Zeit, i​n der d​ie USS Mississinewa a​ls Versorgungstanker d​er 10. Versorgungsstaffel d​er amerikanischen Pazifikflotte tätig war, erhielt s​ie Auszeichnungen i​n Form v​on vier Battle Stars.

Literatur

  • Michael Mair: Oil, Fire and Fate: The Sinking of the USS Mississinewa AO-59 in WWII by Japan's Secret Weapon. SMJ Publishing, Platteville Wisconsin 2008, ISBN 978-0-615-21644-7. (Online-Rezension)
Commons: USS Mississinewa – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
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