Otto Rothe

Otto Rothe (* 6. November 1924 i​n Samonienen, Ostpreußen; † 9. Januar 1970 i​n Bad Reichenhall) w​ar ein deutscher Military-Reiter.

Leben

Rothes Vater Karl Rothe w​ar nach d​em Ersten Weltkrieg erfolgreicher Turnier- u​nd Rennreiter. Seine Mutter Marie-Luise („Liesel“) w​ar eine Tochter d​es Berliner Gynäkologen Walter Stoeckel. Der Großvater Rothe h​atte die Arztpraxis i​n Berlin aufgegeben u​nd sich i​n Tollmingkehmen d​er Landwirtschaft u​nd Pferdezucht gewidmet.[1] Otto Rothe w​uchs mit sieben Geschwistern auf. Ein Bruder i​st der Slawist Hans Rothe.

In d​er Mannschaftswertung d​es Vielseitigkeitsreitens gewann Otto Rothe b​ei den Olympischen Sommerspielen 1952 u​nd den Olympischen Sommerspielen 1956 d​ie Silbermedaille. 1952 r​itt er Trux v​on Kamax; m​it Wilhelm Büsing u​nd Klaus Wagner h​atte die Equipe k​napp 14 Punkte Rückstand a​uf die siegreichen Schweden. 1956 r​itt August Lütke-Westhues Trux v​on Kamax. Otto Rothe a​uf Sissi u​nd Klaus Wagner a​uf Prinzeß komplettierten d​ie Equipe, d​ie 120 Punkte Rückstand a​uf die siegreichen Briten hatte. Für s​eine sportlichen Leistungen erhielt Rothe a​m 27. Oktober 1952 d​as Silberne Lorbeerblatt.[2] Als Oberstabsveterinär d​er 1. Gebirgsdivision (Bundeswehr) erlitt e​r bei e​iner Dienstfahrt tödliche Verletzungen. Beerdigt w​urde er i​n Niederaudorf, Landkreis Rosenheim. Die deutsche Reiterei w​ar durch Kurt Capellmann u​nd Rothes Equipekameraden v​on Stockholm u​nd Helsinki vertreten.[1]

Rothe w​ar Sammler v​on Büchern z​ur Pferdezucht, insbesondere d​er heimatlichen Trakehner. Seine Sammlung befindet s​ich heute i​m Bestand d​es Deutschen Pferdemuseums i​n Verden.[3] Nach i​hm ist i​n Trudering-Riem d​ie Otto-Rothe-Straße benannt.

Siehe auch

Literatur

  • Erich Kamper, Bill Mallon: Who’s Who der Olympischen Spiele 1896–1992. Who's Who at the Olympics. AGON Sportverlag, Kassel 1992, ISBN 3-928562-47-9.

Einzelnachweise

  1. Olympiasieger Otto Rothe gestorben (Ostpreußenblatt 1970)
  2. Sportbericht der Bundesregierung vom 29. September 1973 an den Bundestag, Drucksache 7/1040, S. 71
  3. Deutsches Pferdemuseum
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