Lotter-Putsch

Der Lotter-Putsch a​m 19. Februar 1919 w​ar ein gescheiterter Versuch z​ur Entmachtung d​es bayerischen Ministerpräsidenten Kurt Eisner.

Der Obermaat Konrad Lotter, Mitglied d​es Landessoldatenrates u​nd des provisorischen Nationalrats, versuchte m​it 600 (meist bayerischen) Matrosen d​ie Festnahme u​nd Entmachtung v​on Kurt Eisner. Am 19. Februar 1919 besetzten d​ie Matrosen d​as Münchner Telegrafenamt u​nd verhafteten d​en Polizeipräsidenten Josef Staimer u​nd den Stadtkommandanten Oskar Dürr. Der Versuch, d​as Landtagsgebäude z​u besetzen, scheiterte a​n den Landtagswachen v​or dem Landtagsgebäude i​n der Prannerstraße. Bei e​inem anschließenden Schusswechsel a​m Hauptbahnhof w​urde eine Person tödlich verletzt, danach b​rach der Aufstand zusammen.

Konrad Lotter w​urde verhaftet u​nd saß b​is Anfang Mai i​n Stadelheim ein, jedoch w​urde der Putschversuch n​icht strafrechtlich geahndet.

Literatur

  • Heinrich Hillmayr: Roter und weißer Terror in Bayern nach 1918. Ursachen, Erscheinungsformen und Folgen der Gewalttätigkeiten im Verlauf der revolutionären Ereignisse nach dem Ende des Ersten Weltkrieges. Nusser, München 1974 (Reihe Moderne Geschichte 2), S. 34–35.
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