Liste der Stolpersteine in Rodenäs

Die Liste d​er Stolpersteine i​n Rodenäs enthält a​lle Stolpersteine, d​ie im Rahmen d​es gleichnamigen Kunst-Projekts v​on Gunter Demnig i​n Rodenäs verlegt wurden. Mit i​hnen soll d​er Opfer d​es Nationalsozialismus gedacht werden.

Verlegte Stolpersteine

Adresse Verlege-
datum
Person, Inschrift Bild Anmerkung
Rodenäs
(Lage siehe Hinweis rechts)

Oder hier:

30. Juli 2009 Hier wohnte
Hans Hugo
Schnack
Jg. 1895
eingewiesen 1944
Heilanstalt Meseritz-Obrawalde
ermordet 8.6.1944
Lage: Gegenüber von Grundstück "Ophusum 1" an der Landstraße in Richtung Zollhaus/Dänemark befindet sich die Einfahrt zu einer Wiesenfläche.
Hier stand früher das Haus, das Herr Schnack bewohnte.
Da der Stolperstein in den Randbereich der Straße eingelassen ist, wurde er vermutlich durch Überfahren beschädigt.
Die Gemeinde Rodenäs bemüht sich um Besserung der Umstände.

Umstände

Hans Hugo Schnack äußerte sich seit Anfang der 30er Jahre kritisch zum Nationalsozialismus und hat deshalb schon 1933 vor Gericht gestanden.
Der fünffache Familienvater wurde um 1942 wegen „geistiger Verwirrung“, weil er keine Ruhe gab also, nach Schleswig in die Nervenheilanstalt eingewiesen.
Er floh nach etwa zwei Jahren mit dem Ziel Schweiz, wurde allerdings an der Mosel aufgegriffen und in die Nervenheilanstalt Meseritz-Obrawalde verbracht, wo er mit einer Injektion ermordet wurde.
Die verabreichende Schwester und die Oberärztin wurden nach dem Krieg wegen über hundertfachen Mordes hingerichtet.

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