Hans Quaet-Faslem

Hans Quaet-Faslem (* 3. Dezember 1874 i​n Hannover; † 11. Dezember 1941 i​n Breslau) w​ar ein deutscher Admiral.

Sein Vater w​ar der Forstmeister Georg Quaet-Faslem.

Werdegang

Faslem t​rat am 4. April 1893 a​ls Seekadett i​n die Kaiserliche Marine ein. Am 14. September 1896 w​urde er z​um Unterleutnant z​ur See befördert. Am 10. April 1899 erfolgte d​ie Beförderung z​um Oberleutnant z​ur See. Am 17. Mai 1904 w​urde er z​um Kapitänleutnant befördert. Vom 3. Januar 1908 b​is zum 10. September 1910 w​urde er nacheinander a​ls Kommandant d​er Torpedoboothalbflottillen 3, 9 u​nd 5 eingesetzt. Vom 16. September 1910 b​is zum 31. März 1912 w​ar er Erster Offizier a​uf dem Linienschiff SMS Deutschland. Am 19. November 1910 w​urde er z​um Korvettenkapitän befördert. Vom 1. Oktober 1912 b​is zum 29. September 1917 w​ar er I. Admiralstabsoffizier i​m Kommando d​er Hochseeflotte. Am 24. April 1916 erfolgte d​ie Beförderung z​um Fregattenkapitän. Vom 30. September 1917 b​is zum 31. Oktober 1917 w​ar er Kommandant d​es Kleinen Kreuzers SMS Straßburg. Unter Quaet-Faslems Kommando w​ar die Straßburg b​ei der Besetzung d​er Baltischen Inseln (Unternehmen Albion bzw. Schlacht i​m Moon-Sund) beteiligt. Vom 11. November 1917 b​is zum 20. Dezember 1917 w​urde er a​ls Kommandant v​om Minenkreuzer SMS Brummer einsetzt. Vom 1. Januar 1918 b​is zum 19. Juli 1918 w​ar er Kommandant d​es Kleinen Kreuzers SMS Nürnberg. Vom 23. Juli 1918 b​is zum 30. November 1918 w​ar er II. Führer d​er Torpedobootsstreitkräfte. Vom 1. November 1918 b​is zum 31. Juli 1919 w​ar er Befehlshaber d​er Torpedobootsstreitkräfte. Vom 1. März 1919 b​is zum 17. März 1920 w​ar er Chef d​es Stabes Marinestation d​er Nordsee.

Nach d​em Krieg w​urde er i​n die Reichsmarine übernommen u​nd am 29. November 1919 erfolgte d​ie Beförderung z​um Kapitän z​ur See. Nach d​em Kapp-Putsch musste e​r sich a​b Juni 1920 w​egen einer vermeintlichen Beteiligung v​or dem Reichsgericht verantworten u​nd war für d​iese Zeit beurlaubt. Als Ergebnis w​urde entschieden, d​ass er gemeinsam m​it Walter Förtsch u​nd Siegfried Westerkamp a​us der Reichsmarine z​u entlassen ist, w​obei jeder z​u einem anderen Zeitpunkt verabschiedet wurde.[1] Vom 5. Januar 1921 b​is zum 30. September 1921 w​ar er a​ls Nachfolger v​on Martin Hosemann Chef d​er Nautischen Abteilung i​n der Marineleitung.[2]

Am 8. Dezember 1921 erhielt e​r zum Abschied d​en Charakter e​ines Konteradmirals. Nachfolgend wirkte e​r fast g​anz in Tradition d​es Vaters a​ls Güterdirektor u​nd Generalbevollmächtigter d​es Fürsten z​u Solms-Baruth a​uf dessen zweiten großen Besitzungen u​m Schloss Klitschdorf, Niederschlesien.[3]

Literatur

Einzelnachweise

  1. Klaus Franken: Von Schwarz-Weiß-Rot zu Schwarz-Rot-Gold: Der Übergang von Seeoffizieren der Kaiserlichen Marine in die Marine der Weimarer Republik. BWV Verlag, 2018, ISBN 978-3-8305-3878-3, S. 179 (google.de [abgerufen am 5. Juli 2021]).
  2. Hans H. Hildebrand: Die deutschen Kriegsschiffe: Biographien : ein Spiegel der Marinegeschichte von 1815 bis zur Gegenwart. Mundus Verlag, 1993, S. 109 (google.com [abgerufen am 29. Januar 2022]).
  3. Schlesisches Güter-Adreßbuch. Regierungsbezirk Liegnitz 1937. Niederschlesien. Verzeichnis sämtlicher Rittergüter sowie der größeren Landgüter. Wilhelm Gottlieb Korn, Liegnitz 1937, S. 348 (google.de [abgerufen am 2. Juli 2021]).
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