Franz Carl Weber (Unternehmer)

Franz Philipp Karl Friedrich Weber (* 24. Mai 1855 i​n Schwarzenbach a​m Wald; † 8. November 1948 i​n Zürich) w​ar ein Schweizer Unternehmer u​nd Gründer d​es Spielwarenfachgeschäfts Franz Carl Weber.

Leben

Franz Carl Weber w​urde als Sohn d​es evangelischen Pfarrers Amadeus Friedrich Weber u​nd der Maria Friederike (geborene Riessner) i​n Schwarzenbach a​m Wald, Königreich Bayern geboren. Er absolvierte e​ine kaufmännische Lehre i​n der Spielwaren-Exportfirma Ullmann & Engelmann i​n Nürnberg. Nach d​em Tod d​er Eltern verliess e​r seine Heimatstadt Fürth u​nd zog 1879 n​ach Zürich. Dort w​ar er b​is 1881 a​ls Reisender b​ei der Drogerie Finsler i​m Meiershof angestellt.

Im gleichen Jahr gründete Franz Carl Weber m​it seinem Bruder Konrad d​ie Firma Franz Carl Weber Spielwaren u​nd eröffnete a​n der Bahnhofstrasse d​as bis h​eute bestehende Spielwarengeschäft. Ab 1886 schickte e​r Vertreter m​it Musterkollektionen a​uf Reisen. In d​er Weihnachtssaison 1891 erschien erstmals e​in Prospekt, d​en er später z​um Katalog ausweitete u​nd von bekannten Künstlern illustrieren liess. 1917 richtete Weber e​ine erste Filiale i​n Genf ein, 1925 e​ine zweite i​n Bern.

Weber erhielt 1898 d​as Bürgerrecht d​er Stadt Zürich. Ab 1919 firmierte d​ie Familiengesellschaft a​ls Franz Carl Weber Aktiengesellschaft m​it Domizil a​n der Bahnhofstrasse 62 i​n Zürich. Als 1922 s​eine Frau Emilie Weber-Rebmann starb, z​og er s​ich gänzlich a​us der Firma zurück. Er s​tarb 1948 i​n seinem 94. Lebensjahr.

Literatur

  • Walther Killy und Rudolf Vierhaus (Hrsg.): Deutsche Biographische Enzyklopädie. Band 10, K.G. Saur Verlag GmbH & Co. KG, München, 1996 ISBN 3-598-23163-6. Seite 352, 353.
  • Felix Frick: Franz Carl Weber: Wegbereiter zum europäischen Spielwarenfachhandel, In: Band 37 von Schweizer Pioniere der Wirtschaft und Technik, Verein für Wirtschaftshistorische Studien, 1983
  • Laura M. Knüsli: 100 Jahre Schweizer Spielzeugfabrikation: zum 125-Jahr-Jubiläum der Firma Franz Carl Weber, Chronos Verlag, 2006 ISBN 3-034-00843-0. Seite 17–28.
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