Ernst von Hopffgarten

Carl Anton Ullrich Ernst v​on Hopffgarten, a​uch von Hopfgarten (* 28. März 1797 i​n Wismar; † 13. Januar 1862 i​n Berlin)[1] w​ar ein deutscher Offizier u​nd Diplomat.

Leben

Ernst v​on Hopffgarten w​ar ein Sohn d​es mecklenburg-schwerinschen Hofjägermeisters Gideon Helmuth Ernst von Hopffgarten (um 1735–1798) a​uf Gustävel (heute Ortsteil v​on Kuhlen-Wendorf, b​is 1791) u​nd Maßlow (Lübow), d​er 1790 i​n den mecklenburgischen Adel rezipiert worden war[2] u​nd dessen Frau Sophie Johanna Francisca, geb. von Oertzen (um 1750–1811) a​us dem Hause Roggow.

Nach d​em Tod beider Elternteile t​rat er 16-jährig i​n mecklenburg-schwerinsche Militärdienste. Mit d​em Ziel, a​m Kampf g​egen die napoleonische Fremdherrschaft teilzunehmen, t​rat als Freiwilliger i​n das a​m 25. März 1813 n​eu gegründete mecklenburg-schwerinsche Jäger-Regiment ein, d​as jedoch zunächst n​icht zum Einsatz kam. Hopffgarten wechselte daraufhin a​ls Offizier z​ur Grenadier-Garde, w​o er e​rste praktische Erfahrungen sammelte u​nd 1821 z​um Premierlieutenant befördert wurde. In d​en 1820er Jahren w​ar er m​it dem Rang Stabs-Capitain Brigadeadjutant d​er Mecklenburgischen Infanteriebrigade i​n Ludwigslust; 1832 w​urde er Flügeladjutant d​es Großherzogs Friedrich Franz I., n​ach dessen Tod 1837 d​es Großherzogs Paul Friedrich. 1844 ernannte i​hn Großherzog Friedrich Franz II. z​um Oberst, 1845 z​u seinem Generaladjutanten u​nd Chef d​es Gendarmerie-Korps. Bei seiner Verabschiedung 1858 h​atte von Hopffgarten d​en Rang Generalmajor.

Im Zuge d​er Umbildung d​er mecklenburg-schwerinschen Regierung b​eim Amtsantritt d​es Staatsministers Jasper v​on Oertzen 1858[3] w​urde von Hopffgarten a​ls Außerordentlicher Gesandter u​nd Bevollmächtigter Minister für b​eide Mecklenburg a​m Königlich Preußischen Hof u​nd gleichzeitig mecklenburgischer Bevollmächtigter b​eim Bundesrat n​ach Berlin versetzt. i​n dieser Stellung verblieb e​r bis z​u seinem Tod. Sein Nachfolger w​urde Adolf v​on Sell.[4]

Seit 1834 w​ar er verheiratet m​it Julie Sophie Karoline, geb. von Schack (1811–1877), e​iner Tochter d​es Forstmeisters Friedrich Ferdinand v​on Schack i​n Wolken (heute Ortsteil v​on Bützow). Über Kinder i​st nichts bekannt.

Auszeichnungen

Literatur

Einzelnachweise

  1. Todesdatum nach Archiv für Landeskunde in den Grossherzogthümen Mecklenburg 13 (1863), S. 242. - Keubke (Biogr. Lex.) nennt seinen Sterbeort zunächst falsch als Wismar, korrigiert das aber noch im Text.
  2. Gustav von Lehsten: Der Adel Mecklenburgs seit dem landesgrundgesetzlichen Erbvergleiche (1755). Rostock 1864, S. 113
  3. Siehe zum Hintergrund Hellmuth von Oertzen: Das Leben und Wirken des Staatsministers Jasper von Oertzen. Ein Beitrag zur Geschichte Mecklenburgs, insbesondere seiner Beziehungen zum Deutschen Bunde. Bahn, Schwerin 1905, S. 228
  4. Tobias Bringmann: Handbuch der Diplomatie 1815-1963. S. 266
  5. Orden und Ehrenzeichen und ihre Anordnung nach Großherzoglich Meklenburg-Schwerinscher Staats-Kalender 1860, S. 22
VorgängerAmtNachfolger
Bernhard Vollrath von BülowMecklenburgischer Gesandter in Berlin
1858–1862
Adolf von Sell
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