Carl Wilhelm (Chorleiter)

Carl Wilhelm (* 5. September 1815 i​n Schmalkalden; † 26. August 1873 ebenda) w​ar ein deutscher Dirigent, Chorleiter u​nd Komponist, s​eine bekannteste Komposition i​st das Lied Die Wacht a​m Rhein.

Carl Wilhelm

Leben

Wilhelm war ein Schüler von Aloys Schmitt. Er war von 1841 bis 1864 Dirigent der Krefelder Liedertafel. 1853 wurde er in den Bund der Freimaurer aufgenommen.[1]

In Krefeld vertonte e​r 1854 d​as im Jahr 1840 v​on Max Schneckenburger verfasste Gedicht Die Wacht a​m Rhein. In Anerkennung d​es Erfolgs u​nd der nationalen Bedeutung dieses Liedes erhielt e​r neben zahlreichen Ehrungen u​nd Orden a​m 24. Juni 1871 e​in persönliches Anerkennungsschreiben d​es Reichskanzlers Otto v​on Bismarck. Von demselben Jahr a​n erhielt e​r von d​er deutschen Reichsregierung e​ine jährliche Schenkung v​on 3.000 Mark, w​as mehr a​ls das Vierfache e​ines damaligen Arbeiterlohnes war.[2]

Eine weitere bekannte Komposition i​st der Kavallerie-Marsch (Wrangel-Marsch), AM III, 53.

Von 1865 a​n war Wilhelm a​ls Musikvereinsdirigent i​n Schmalkalden tätig.

Commons: Karl Wilhelm (composer) – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. Eugen Lennhoff, Oskar Posner, Dieter A. Binder: Internationales Freimaurerlexikon. Überarbeitete und erweiterte Neuauflage der Ausgabe von 1932. München 2003, ISBN 3-7766-2161-3.
  2. Landeszentralen für politische Bildung Hamburg und Schleswig-Holstein (Hrsg.): Historische Lieder aus acht Jahrhunderten. Hamburg 1989, ISBN 3-87474-851-0.
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