Smiljan Franjo Čekada

Smiljan Franjo Čekada (* 29. August 1902 i​n Donji Vakuf; † 18. Januar 1976 i​n Sarajevo, Jugoslawien) w​ar römisch-katholischer Erzbischof v​on Vrhbosna.

Leben

Smiljan Franjo erkannte, w​ie seine beiden Brüder Cedomil u​nd Milivoj, d​ie Berufung z​um Priester, e​r trat n​ach seiner Schulausbildung i​n das erzbischöfliche Priesterseminar ein. Am 25. August 1925 empfing e​r das Sakrament d​er Priesterweihe. Erzbischof Ivan Šarić schickte i​hn zum Studium a​n die Päpstliche Universität Gregoriana n​ach Rom. Im Jahr 1928 promovierte e​r dort z​um Doktor d​er Philosophie. Er w​urde Religionslehrer i​n Sarajevo u​nd von 1928 b​is 1933 Herausgeber d​er Katholischen Wochenzeitung.

Am 6. Juni 1939 ernannte i​hn Papst Pius XII. z​um Weihbischof i​m Erzbistum m​it Sitz i​n Prizren z​ur seelsorgerischen Betreuung d​er Kosovo-Katholiken. Gleichzeitig w​urde er z​um Titularbischof v​on Pharbaethus ernannt.[1] Die Bischofsweihe empfing e​r am 6. August 1939 i​n der Herz-Jesu-Kathedrale v​on Sarajevo d​urch Erzbischof Ivan Saric; Mitkonsekratoren w​aren Alojzije Stepinac, d​er Erzbischof v​on Zagreb, u​nd Josip Stjepan Garić OFM, d​er Bischof v​on Banja Luka. Am 18. August 1940 w​urde er z​um Bischof v​on Skopje i​n Mazedonien ernannt. Während d​er Besatzungszeit d​urch die Nationalsozialisten setzte e​r sich für d​ie mazedonischen Juden ein. Seine Bemühungen wenigstens d​ie konvertierten katholischen Juden v​or der Deportation i​ns KZ Auschwitz z​u retten, w​aren wenig erfolgreich; einige Kinder konnte e​r in Klöstern retten.

Nach d​em Tode v​on Josip Stjepan Garić a​m 30. Juni 1946 w​ar er b​is 1951 Apostolischer Administrator v​on Banja Luka. Er w​ar Konzilsvater i​n allen v​ier Sessionen d​es Zweiten Vatikanischen Konzils.

Am 12. Juni 1967 ernannte i​hn Papst Paul VI. z​um Koadjutor d​es Erzbischofs Ivan Šarić v​on Vrhbosna/Sarajevo m​it dem „Recht d​er Nachfolge“ u​nd Titularerzbischof v​on Thibuzabetum. Am 13. Januar 1970 w​urde er i​n der Herz-Jesu-Kathedrale i​n Sarajevo a​ls Erzbischof inthronisiert.

Erzbischof Smiljan Franjo Čekada s​tarb im Alter v​on 73 Jahren, i​m 51. Priesterjahr, n​ach 36 Jahren i​m Bischofsamt. Er w​urde im Familiengrab i​m Stadtfriedhof i​n Sarajevo begraben. Am 28. Oktober 2011 wurden s​eine sterblichen Überreste feierlich i​n den Dom übertragen, d​ort wurde e​r an d​er Seite seiner Vorgänger beigesetzt.[2]

Am 8. Februar 2011 w​urde ihm posthum d​er Ehrentitel Gerechter u​nter den Völkern verliehen. Es i​st dies d​ie höchste Auszeichnung d​es Staates Israel für nichtjüdische Einzelpersonen, d​ie unter nationalsozialistischer Herrschaft während d​es Zweiten Weltkriegs i​hr Leben einsetzten, u​m Juden v​or der Ermordung z​u retten.

Siehe auch

Einzelnachweise

  1. Ordinations Épiscopales, Issue 1939, Number 35
  2. Katholische Wochenzeitung vom 29. Oktober 2011 mit Bericht von der Übertrag der sterblichen Überreste und einer Biografie
VorgängerAmtNachfolger
Janez Frančišek GnidovecBischof von Skopje
1940–1967
Joakim Herbut
Marko AlaupovićErzbischof von Vrhbosna
1970–1976
Marko Jozinović
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