Schnalskamm

Der Schnalskamm (auch Schnalser Kamm) i​st ein Gebirgskamm i​n den südlichen Ötztaler Alpen zwischen d​er Weißkugel (oder d​em Hochjoch[1]) u​nd der Hochwilde. Er bildet d​ie Grenze zwischen d​em österreichischen Bundesland Tirol u​nd der italienischen Provinz Südtirol. Auf seiner Südseite befindet s​ich das namensgebende Schnalstal.

Schnalskamm
Der Schnalskamm mit Similaun, Marzellspitzen und Hinterer Schwärze

Der Schnalskamm m​it Similaun, Marzellspitzen u​nd Hinterer Schwärze

Höchster Gipfel Weißkugel (3738 m)
Lage Tirol (Österreich) und Südtirol (Italien)
Teil der Ötztaler Alpen
Einteilung nach AVE
Koordinaten 46° 46′ N, 10° 53′ O
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Der Grat verläuft hauptsächlich von West nach Ost und ist Teil des Alpenhauptkamms. Der Schnalskamm bildet zusammen mit dem Gurgler Kamm, der den Schnalskamm bei der Hochwilde in nordwestliche Richtung fortsetzt, den Hauptkamm der Ötztaler Alpen. Die auf der Südtiroler Seite abfallenden Flanken sind etwa ab der Fineilspitze ostwärts Teil des Naturparks Texelgruppe.

Der westliche Endpunkt, d​ie Weißkugel (3738 m ü. A.), i​st gleichzeitig d​ie höchste Erhebung d​es Schnalskamms. Weitere bekannte Gipfel s​ind die Fineilspitze (3514 m ü. A.), d​er Similaun (3599 m ü. A.) u​nd die Hintere Schwärze (3624 m ü. A.). Bei d​er Fineilspitze, i​n der Nähe d​er Fundstelle d​es Ötzi, zweigt n​ach Nordosten d​er Kreuzkamm a​ls Seitenkamm ab. Als weiterer Seitenkamm verläuft beginnend b​ei der Karlesspitze (3462 m ü. A.) d​er Ramolkamm n​ach Norden z​um Nederkogel (3163 m ü. A.) [alle Höhen[2]]. An d​er Inneren Quellspitze 3516 m ü. A. löst s​ich der Saldurkamm Richtung Süden.

Die bedeutendsten Übergänge über d​en Kamm s​ind das Niederjoch (3017 m) u​nd das Hochjoch (2861 m). Am dazwischenliegenden Tisenjoch (3208 m) w​urde 1991 d​ie Gletschermumie „Ötzi“ gefunden.

Literatur

Commons: Schnalskamm – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Belege

  1. Ernst Höhne: Knaurs Lexikon für Bergfreunde / Die Alpen zwischen Chiemsee und Dolomiten. Droemer Knaur, München 1986, ISBN 3-426-26222-3, S. 248.
  2. gemäß AMap bzw. BEV (bei fehlender Anzeige Seite neu laden)
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