Robert Oswald von Ulrici

Robert Oswald v​on Ulrici (* 29. Mai 1816 i​n Lübben; † 31. Oktober 1886 i​n Wannsee b​ei Berlin) w​ar ein deutscher Forstmann. Von 1880 b​is 1885 w​ar er a​ls Oberlandforstmeister u​nd Ministerialdirektor Leiter d​er gesamten preußischen Forstverwaltung.

Leben und Werk

Robert Oswald Ulrici war der Sohn von August Friedrich Ulrici und Susette Emilie geborene Zinke. Sein Vater war Justizrat beim Oberlandesgericht in Frankfurt (Oder) und so besuchte er bis 1837 ebendort das Gymnasium. Nach einem praktischen Kurs beim Oberförster Ferdinand von Hagen in Limmritz studierte er drei Semester an der Forstakademie Neustadt-Eberswalde und anschließend drei Semester Rechts- und Staatswissenschaften in Berlin. 1842 wurde er Regierungs- und Forstreferendar und 1847 zum Regierungs- und Forstassessor ernannt.

Als Oberförster wirkte e​r 1848 i​n Morbach b​ei Trier, 1850 a​ls Forstinspektor i​n Paderborn u​nd 1853 i​n Potsdam. Im darauf folgenden Jahr w​urde er Forstmeister u​nd als solcher 1856 n​ach Liegnitz versetzt. Zum Oberforstmeister befördert (1860) g​ing er 1861 a​ls „Hilfsarbeiter“ (eine Art Assistent) a​n das Ministerium für Landwirtschaft, Domänen u​nd Forsten i​n Berlin. 1868 w​urde er Landforstmeister u​nd 1880 schließlich a​ls Oberlandforstmeister u​nd Ministerialdirektor Leiter d​es gesamten preußischen Forstwesens. Sein Gesundheitszustand z​wang ihn 1884 u​m seinen Ruhestand z​u ersuchen, i​n den e​r am 1. April 1885 eintrat. Gleichzeitig w​urde er i​n den preußischen Adelsstand erhoben.[1] Außerdem w​urde er m​it dem Roten Adlerorden II. Klasse u​nd dem Kronenorden II. Klasse geehrt.

In e​iner Waldsiedlung i​n Berlin-Wannsee w​urde 1928 e​ine Straße n​ach ihm Ulricistraße genannt.[2]

Werke

  • Anleitung zur Waldwertberechnung vom 24. Mai 1866
  • Die wissenschaftliche Reinertragslehre und die Nationalökonomie. In: Supplemente zur Allgemeinen Forst- und Jagd-Zeitung. Band 6, 1867, S. 79–87

Literatur

Einzelnachweise

  1. A. Freiherr von Houwald: Brandenburg-Preußische Standeserhebungen und Gnadenakte für die Zeit 1873-1918. Görlitz 1939, S. 42.
  2. Ulricistraße. In: Straßennamenlexikon des Luisenstädtischen Bildungsvereins (beim Kaupert)
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