Ritterberg (Kowanz)

Ritterberg w​ar ein Wohnplatz i​m Gebiet d​er preußischen Provinz Pommern.

Der Wohnplatz g​ing aus e​inem Krug hervor, d​er seit jedenfalls d​em 18. Jahrhundert a​n der Poststraße v​on Stettin n​ach Danzig lag, u​nd „Ritterkrug“ genannt wurde. Er l​ag zwischen d​er Stadt Körlin i​m Osten u​nd dem Dorf Kowanz i​m Westen u​nd gehörte z​um Amt Körlin.

Das Amt Körlin w​urde im Jahre 1810 i​n Privatbesitz verkauft. Nach 1840 verkaufte d​er damalige Besitzer d​es Amtes d​en Ritterkrug a​n seinen Bruder. Dieser schloss d​ie Krugwirtschaft u​nd betrieb Landwirtschaft u​nd Kiesabbau. Später wechselten d​ie Besitzer mehrmals.

Ab 1861 w​urde der Wohnplatz Ritterkrug z​ur Gemeinde Kowanz gerechnet. In Heinrich Berghaus’ Landbuch (1867) wurden d​er zu Kowanz gehörende „Ritterkrug“ u​nd die z​u Körlin-Amtsgut gehörenden Familienhäuser „Ritterberg“ unterschieden. Später w​urde der z​u Kowanz gehörende ehemalige Ritterkrug a​ls „Ritterberg“ bezeichnet. Als 1928 d​er Gutsbezirk Körlin i​n die Stadt Körlin eingemeindet wurde, beanspruchte d​ie Stadt Körlin d​en zur Gemeinde Kowanz gerechneten Wohnplatz Ritterberg a​ls Teil i​hres Stadtgebietes. Es k​am zu e​inem Rechtsstreit, d​er bis 1945 n​icht beendet wurde.

Bis 1945 w​urde Ritterberg a​ls Wohnplatz d​er Gemeinde Kowanz geführt u​nd gehörte m​it dieser z​um Kreis Kolberg-Körlin i​n der preußischen Provinz Pommern.[1]

1945 k​am der Wohnplatz, w​ie ganz Hinterpommern, a​n Polen. Heute l​iegt die Stelle i​m Gebiet d​er polnischen Gmina Karlino (Stadt- u​nd Landgemeinde Körlin).

Literatur

  • Heinrich Berghaus: Landbuch des Herzogtums Pommern und des Fürstentums Rügen. Teil III, Band 1, Anklam 1867, S. 277–279 (Online).
  • Manfred Vollack: Das Kolberger Land. Seine Städte und Dörfer. Ein pommersches Heimatbuch. Husum Druck- und Verlagsgesellschaft, Husum 1999, ISBN 3-88042-784-4, S. 67 und 374–375.

Fußnoten

  1. Ritterberg im Informationssystem Pommern.

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