Oswald Ring

Oswald Ring (* 18. Januar 1935 i​n Pirmasens) i​st ein ehemaliger deutscher Jurist u​nd Medienmanager. Von 1988 b​is 1998 w​ar er Programmdirektor d​es Zweiten Deutschen Fernsehens.

Leben und Karriere

Oswald Ring studierte a​b 1954 Rechtswissenschaften i​n Mainz u​nd Heidelberg s​owie als Nebenfächer Geschichte u​nd Soziologie. 1958 l​egte er d​as erste Staatsexamen ab, 1963 folgte d​as zweite Staatsexamen.

Am 1. Juni 1964 w​urde er v​om ZDF eingestellt u​nd war d​ort im Justitiariat tätig. 1978 w​urde Ring Leiter d​er Personalabteilung, d​ie 1980 i​n die Hauptabteilung Personal umgewandelt wurde. In Personalunion leitete e​r die Geschäftsbereiche Honorare u​nd Lizenzen. Außerdem w​ar er a​b 1983 stellvertretender Verwaltungsdirektor d​es Fernsehsenders. In dieser Zeit erwarb e​r sich e​inen Ruf a​ls exzellenter Manager u​nd Verwaltungsfachmann.

Zum 1. April 1988 wurde Ring, der zuvor nie im programmbildenden Bereich tätig war, überraschend neuer ZDF-Programmdirektor. 1989 erklärte er angesichts der aufkommenden Freizügigkeit im deutschen Fernsehen, das ZDF sehe keinen Anlass, „ein weitgehend auf das Subjekt Erotik ausgerichtetes Programm einzuführen“.[1]
Während seiner Amtszeit sanken die Einschaltquoten bei jüngeren Zuschauern. Dieser Entwicklung konnte er nicht entgegensteuern, sodass sich Intendant Dieter Stolte 1998 entschied, Oswald Rings auslaufenden Vertrag nicht zu verlängern. Sein Nachfolger wurde Markus Schächter, der bisher die Hauptabteilung Programmplanung geleitet und bereits zuvor verstärkt Einfluss auf Stolte gewonnen hatte.[2]

Sonstiges

Thomas Bellut, d​er heutige Intendant d​es ZDF, w​ar von 1988 b​is 1990 Oswald Rings persönlicher Referent.[3]

Literatur

Einzelnachweise

  1. Peter Stolle: Runter mit dem Keuschheitsgürtel. Der Spiegel, 24. Juli 1989, abgerufen am 6. Dezember 2014.
  2. ZDF mit Pep. Der Spiegel, 23. Juni 1997, abgerufen am 6. Dezember 2014.
  3. Biografie von Thomas Bellut auf zdf.de
This article is issued from Wikipedia. The text is licensed under Creative Commons - Attribution - Sharealike. The authors of the article are listed here. Additional terms may apply for the media files, click on images to show image meta data.