Neuwirtshaus (Vohenstrauß)

Neuwirtshaus i​st eine Einöde i​n der nördlichen Oberpfalz u​nd Ortsteil d​er Stadt Vohenstrauß.

Neuwirtshaus
Höhe: 573 m
Postleitzahl: 92648
Vorwahl: 09659
Neuwirtshaus (Bayern)

Lage von Neuwirtshaus in Bayern

Geographische Lage

Die Einöde Neuwirtshaus liegt im Vorderen Oberpfälzer Wald 1,5 km südlich von Vohenstrauß und 600 m südlich der Bundesautobahn 6. Neuwirtshaus liegt am Nordwestrand eines ausgedehnten Waldgebietes, dem Staatsforst Michlbach. Dieses Waldgebiet erstreckt sich auf über 7 km Länge und bis zu 2 km Breite zwischen der Autobahn A6 im Nordwesten und der Pfreimd im Südosten.[1]

Geschichte

Neuwirtshaus liegt an einer Altstraße, die von Nürnberg und Amberg kommend über Unterköblitz (Naabübergang), Wernberg, Wittschau, Neuwirtshaus, Braunetsrieth, Lohma und Waidhaus nach Böhmen führte. Sie diente als Verbindung zwischen slawischen Siedlungen. Auch heute (2019) befinden sich auf und in der Nähe dieser Trasse wichtige Straßen, nämlich die Autobahn A6 und die Bundesstraße 14.[2]

Neuwirtshaus gehörte zusammen mit Altenstadt bei Vohenstrauß, Fiedlbühl, Fürstenmühle (Vohenstrauß), Papiermühle (Vohenstrauß) zum Amt Vohenstrauß. Nach Steuerrechnungen von 1770, Generalakten von 1792, topografischen Beschreibungen von 1800 und dem Urkataster von 1840 hatte Neuwirtshaus Ende des 18. Jahrhunderts 2 Anwesen. Es gehörte zur katholischen und zur evangelischen Pfarrei Vohenstrauß.[2]

1808 bei der Bildung der Steuerdistrikte gelangte Neuwirtshaus in den Steuerdisktrikt Vohenstrauß. Zum Steuerdistrikt Vohenstrauß gehörten der Markt Vohenstrauß und die Einöden Hopfenmühle, Ledermühle, Neuwirtshaus, Sägmühle und Übersteherhäusl.[2]

Neuwirtshaus war in der historischen Karte aus der Zeit 1808 bis 1864 bereits eingezeichnet.[3] In den Einwohnerstatistiken erschien es erst ab 1871.[4]

Neuwirtshaus gehörte seit der Gemeindebildung 1821 zur Gemeinde Vohenstrauß. Die Gemeinde Vohenstrauß bestand zunächst aus Vohenstrauß, Galgenberg, Hartwichshof, Kapplhaus, Neuwirtshaus, Taucherhof und Wilhelmshöhe. 1946 wurden Braunetsrieth und Weißenstein nach Vohenstrauß eingemeindet.[2]

Einwohnerentwicklung in Neuwirtshaus ab 1871[5]

1871–1925
JahrEinwohnerGebäude
1871258[4]
1885262[6]
1900172[7]
1913152[8]
1925152[9]
1950–2011
JahrEinwohnerGebäude
1950302[10]
196151[11]
19706k. A.[12]
198751[13]
20115k. A.[14]

Einzelnachweise

  1. Neuwirtshaus bei Bayernatlas. Abgerufen am 9. November 2019
  2. Historischer Atlas von Bayern: Altbayern Reihe I Heft 39: Vohenstrauss, S. 1, 8, 138, 140, 211, 226
  3. Neuwirtshaus, historisch bei Bayernatlas, historische Karte. Abgerufen am 9. November 2019
  4. Kgl. Statistisches Bureau (Hrsg.): Vollständiges Ortschaften-Verzeichniss des Königreichs Bayern. Nach Kreisen, Verwaltungsdistrikten, Gerichts-Sprengeln und Gemeinden unter Beifügung der Pfarrei-, Schul- und Postzugehörigkeit … mit einem alphabetischen General-Ortsregister enthaltend die Bevölkerung nach dem Ergebnisse der Volkszählung vom 1. Dezember 1875. Adolf Ackermann, München 1877, 2. Abschnitt (Einwohnerzahlen vom 1. Dezember 1871, Viehzahlen von 1873), Sp. 990, urn:nbn:de:bvb:12-bsb00052489-4 (Digitalisat).
  5. I. Amtliche Ortschaften-/Ortsverzeichnisse. In: bayerische-landesbibliothek-online.de. Abgerufen am 15. September 2019.
  6. K. Bayer. Statistisches Bureau (Hrsg.): Ortschaften-Verzeichniss des Königreichs Bayern. Nach Regierungsbezirken, Verwaltungsdistrikten, … sodann mit einem alphabetischen Ortsregister unter Beifügung der Eigenschaft und des zuständigen Verwaltungsdistriktes für jede Ortschaft. LIV. Heft der Beiträge zur Statistik des Königreichs Bayern. München 1888, Abschnitt III, Sp. 935 (Digitalisat).
  7. K. Bayer. Statistisches Bureau (Hrsg.): Ortschaften-Verzeichnis des Königreichs Bayern, mit alphabetischem Ortsregister. LXV. Heft der Beiträge zur Statistik des Königreichs Bayern. München 1904, Abschnitt II, Sp. 978 (Digitalisat).
  8. Bistum Regensburg (Hrsg.): Matrikel der Diözese Regensburg. hrsg. i. A. Sr Exzellenz des Hochwürdigsten Herrn Bischofs Dr. Antonius von Henle vom Bischöflichen Ordinariate Regensburg. Regensburg 1916, S. 333 (Digitalisat).
  9. Bayerisches Statistisches Landesamt (Hrsg.): Ortschaften-Verzeichnis für den Freistaat Bayern nach der Volkszählung vom 16. Juni 1925 und dem Gebietsstand vom 1. Januar 1928. Heft 109 der Beiträge zur Statistik Bayerns. München 1928, Abschnitt II, Sp. 995 (Digitalisat).
  10. Bayerisches Statistisches Landesamt (Hrsg.): Amtliches Ortsverzeichnis für Bayern – Bearbeitet auf Grund der Volkszählung vom 13. September 1950. Heft 169 der Beiträge zur Statistik Bayerns. München 1952, DNB 453660975, Abschnitt II, Sp. 856 (Digitalisat).
  11. Bayerisches Statistisches Landesamt (Hrsg.): Amtliches Ortsverzeichnis für Bayern, Gebietsstand am 1. Oktober 1964 mit statistischen Angaben aus der Volkszählung 1961. Heft 260 der Beiträge zur Statistik Bayerns. München 1964, DNB 453660959, Abschnitt II, Sp. 630 (Digitalisat).
  12. Bayerisches Statistisches Landesamt (Hrsg.): Amtliches Ortsverzeichnis für Bayern. Heft 335 der Beiträge zur Statistik Bayerns. München 1973, DNB 740801384, S. 132 (Digitalisat).
  13. Bayerisches Landesamt für Statistik und Datenverarbeitung (Hrsg.): Amtliches Ortsverzeichnis für Bayern, Gebietsstand: 25. Mai 1987. Heft 450 der Beiträge zur Statistik Bayerns. München November 1991, DNB 94240937X, S. 266 (Digitalisat).
  14. atlas.zensus2011.de
This article is issued from Wikipedia. The text is licensed under Creative Commons - Attribution - Sharealike. The authors of the article are listed here. Additional terms may apply for the media files, click on images to show image meta data.