Motowilichinskije sawody

Motowilichinskije sawody
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Rechtsform OAO
Gründung 1736
Sitz Perm, Russland Russland
Branche Rüstung
Website www.mz.perm.ru

Fernblick auf die Werksgebäude

Motowilichinskije sawody (russisch Мотовилихинские заводы, Kurzform u​nd Marke Motowilicha, übersetzt „Motowilicha-Werke“) i​st ein russischer, ursprünglich zaristischer, Rüstungskonzern m​it Hauptstandort a​m Ufer d​er Kama i​n Perm.

Geschichte

Die Motowilicha-Werke in den 1900er-Jahren

Das Werk w​urde 1736 v​on Wassili Tatischtschew a​ls Kupferhütte begründet u​nd nach d​em dort i​n die Kama mündenden Fluss Motowilicha (auch Bolschaja Motowilicha, Große Motowilicha) benannt, dessen Wasserkraft e​s nutzte. Um d​as Werk entstand e​ine größere Arbeitersiedlung gleichen Namens. In d​er Mitte d​es 19. Jahrhunderts entstanden i​n der Nachbarschaft e​ine Eisenhütte u​nd ein Kanonenwerk, d​ie 1871 m​it der Kupferhütte a​ls Permskije puschetschnyje sawody („Permer Kanonenwerke“) vereinigt wurden. Die Kupferhütte stellte 1876 i​hren Betrieb ein.

Während d​es Zweiten Weltkrieges avancierten d​ie Motowilicha-Werke z​u einem d​er wichtigsten Rüstungsbetriebe i​n der Sowjetunion. 1992 w​urde der Betrieb i​n eine Offene Aktiengesellschaft (OAO) umgewandelt. Seit 2016 i​st Motowilicha Teil d​es Unternehmens NPO Splaw. Dieses i​st mittelbar über Tecmasch Teil d​er staatlichen Rüstungsholding Rostec.[1][2]

Waffensysteme

Während des Kalten Krieges war Motowilicha neben PO Barrikady in Wolgograd und dem Sawod №9 in Jekaterinburg der wichtigste Hersteller von Artillerie. Motowilicha stellte z. B. die 130-mm-Kanone M-46, die Standardkanone D-81T aller moderneren sowjetisch/russischer Kampfpanzer, die 152-mm-Haubitze M1955 (D-20), die Panzermörser 2S9 Nona-S und 2S4 Tjulpan sowie die Raketenwerfer BM-21 Grad, BM-27 Uragan und BM-30 her. Außerdem wurde Bohrausrüstung hergestellt.

Commons: Motowilichinskije sawody – Album mit Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. Kommersant: Тула со смещенным центром, (abgerufen am 20. Januar 2021)
  2. newsko.ru: «Мотовилиху» перековали в «Сплав», (abgerufen am 20. Januar 2021)
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