Moritz Brasch

Moritz Brasch (geboren 18. August 1843 i​n Zempelburg/Westpreußen; gestorben 14. September 1895 i​n Leipzig) w​ar ein deutscher Philosoph jüdischer Herkunft.

Leben

Brasch gehörte z​u den Philosophen, d​ie durch umfangreiche publizistische Tätigkeit d​ie Philosophie allgemeinverständlich machten. Er g​ab unter anderem d​ie Werke Moses Mendelssohns, Arthur Schopenhauers u​nd Gotthold Ephraim Lessings heraus. Hervorhebenswert i​st darüber hinaus d​ie dreibändige Ausgabe Klassiker d​er Philosophie v​on den frühesten griechischen Denkern b​is auf d​ie Gegenwart.

Brasch w​ar verheiratet m​it der Schriftstellerin Frida Warschalkowitsch (1843–1907). Der gemeinsame Sohn Hans (1881–1915) w​urde Rechtsanwalt u​nd war i​n der Leipziger jüdischen Gemeinde a​ls Sekretär tätig. Er gehörte z​u den ersten Gefallenen d​es Ersten Weltkrieges.

Schriften (Auswahl)

  • (Hrsg.): Moses Mendelssohn's Schriften zur Philosophie, Aesthetik und Apologetik : mit Einleitung, Anmerkung und einer biographisch-historischen Charakteristik Mendelssohn's. Leipzig : Voss, 1880, 2 Bände

Literatur

  • Adolph Kohut: Berühmte israelitische Männer und Frauen in der Kulturgeschichte der Menschheit: Lebens- und Charakterbilder aus Vergangenheit und Gegenwart; ein Handbuch für Haus und Familie. Leipzig-Reudnitz: Payne 1900–1901.
  • Brasch, Moritz. In: Lexikon deutsch-jüdischer Autoren. Band 3: Birk–Braun. Hrsg. vom Archiv Bibliographia Judaica. Saur, München 1995, ISBN 3-598-22683-7, S. 412–418.
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