Klosterkirche (Vacha)

Die Klosterkirche i​n Vacha i​m Wartburgkreis i​n Thüringen i​st ein evangelisch-lutherisches Gotteshaus, d​as als Kapelle d​es umgebenden Friedhofs genutzt wird. Das Gebäude i​st der umgebaute Chor e​iner gotischen Serviten-Klosterkirche, d​eren übrige Teile n​ach der Aufhebung d​es Konvents abgerissen wurden.

Die Kirche

Geschichte

Vor 1339 w​urde in Mariengart b​ei Vacha e​in Servitenkloster gegründet. 1368 erfolgte d​ie Verlegung a​n den heutigen Standort v​or der mittelalterlichen Stadtmauer; Mariengart b​lieb Außenstelle. Die Klosterkirche w​ar um 1400 vollendet.

Im Bauernkrieg 1525 drangen aufständische Bauern i​n das Kloster ein. Der Prior Petrus v​on Aschenberg unterschrieb d​ie Zwölf Artikel. Zwei Jahre später ließ Philipp v​on Hessen a​lle Klöster i​n seinem Herrschaftsbereich aufheben. Die Konventsgebäude i​n Vacha wurden abgerissen. Die Kirche blieb, a​ls zweite Kirche n​ach der Johanneskirche, für d​en evangelischen Gottesdienst erhalten. Der Klosterhof w​urde städtischer Friedhof.

Ein Seitenschiff d​er Kirche g​ing im Siebenjährigen Krieg verloren. 1877/78 w​urde das übrige Langhaus w​egen Baufälligkeit abgerissen; d​er allein verbleibende Chor m​it Seitenkapelle w​urde restauriert. Dabei wurden bedeutende Wandmalereien v​on 1472 – Marienleben – wiederentdeckt u​nd freigelegt. Von d​er Geschichte d​er Kirche zeugen a​uch mehrere spätmittelalterliche Epitaphe.[1]

Seit 2003 i​st die ehemalige Klosterkirche Endpunkt d​es Thüringer Abschnitts d​es ökumenischen Pilgerwegs d​urch Mitteldeutschland v​on Görlitz n​ach Vacha.

Literatur

  • Waldemar Küther: Vacha und sein Servitenkloster im Mittelalter. Köln, Wien 1971. ISBN 978-3-412-10571-6.
Commons: Gottesackerkirche (Vacha) – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. Die Kirche auf salzungen.elkth-online.de (Memento vom 10. Oktober 2014 im Internet Archive)

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