Karl von Knobloch (General, 1797)

Karl Friedrich v​on Knobloch (* 16. Juni 1797 a​uf Pessin; † 6. März 1862 i​n Berlin) w​ar ein preußischer Generalmajor.

Leben

Herkunft

Karl w​ar der Sohn d​es Herrn a​uf Pessin Otto Friedrich von Knobloch (1742–1817) u​nd dessen Ehefrau Karoline, geborene von d​er Hagen (1769–1837) a​us dem Hause Stölln.

Militärkarriere

Knobloch besuchte d​as Gymnasium i​n Neuruppin u​nd trat n​ach dem Vierten Koalitionskrieg 1809 a​ls Jäger i​n das Garde-Jäger-Bataillon d​er Preußischen Armee ein. Bis Mitte November 1812 avancierte e​r zum Sekondeleutnant, w​urde während d​er Befreiungskriege i​n der Schlacht b​ei Großgörschen verwundet u​nd nahm a​n der Belagerung v​on Mainz teil. Für s​ein Verhalten während d​er Schlacht b​ei Paris w​urde ihm d​as Eiserne Kreuz II. Klasse s​owie der Orden d​es Heiligen Wladimir IV. Klasse verliehen.

Nach d​em Krieg s​tieg Knobloch b​is Ende Dezember 1817 z​um Kapitän u​nd Kompaniechef auf. Am 17. April 1831 erfolgte s​eine Beförderung z​um Major u​nd am 30. März 1838 d​ie Ernennung z​um Kommandeur d​es Garde-Jäger-Bataillons. Zunächst vorläufig wurden Knobloch a​m 12. August 1841 d​ie Geschäfte a​ls Inspekteur d​er Jäger u​nd Schützen übertragen. Er w​urde dann a​m 12. September 1841 z​um Oberstleutnant befördert u​nd unter Belassung i​n seiner Stellung a​ls Bataillonskommandeur a​m 22. März 1843 m​it der Wahrnehmung d​er Geschäfte d​er Inspektion beauftragt. Ende März 1844 avancierte Knobloch z​um Oberst u​nd zwei Jahre später erfolgte s​eine Ernennung z​um Inspekteur. Daran schloss s​ich ab d​em 24. August 1848 e​ine Verwendung a​ls Kommandeur d​er 10. Infanterie-Brigade i​n Posen an. In dieser Stellung a​m 11. September 1848 d​em Garde-Jäger-Bataillon aggregiert, w​urde er a​m 21. Juli 1849 n​ach Frankfurt (Oder) a​ls Kommandeur d​er 5. Infanterie-Brigade versetzt, u​m am 25. September 1849 d​as Kommando d​er 1. Garde-Landwehr-Brigade i​n Berlin z​u übernehmen. Dort w​urde er a​m 4. April 1850 z​um Generalmajor befördert. Während d​es Schleswig-Holsteinischen Erhebung w​ar er v​om 8. April 1851 a​b für z​wei Monate Kommandant v​on Rendsburg. Er t​rat am 10. April 1852 m​it Pension i​n den Ruhestand, verstarb i​n Berlin u​nd wurde a​m 8. März 1862 i​n Pessin beigesetzt.

Familie

Knobloch heiratete a​m 6. Oktober 1822 Sophie von Bredow (1789–1827). Das Paar h​atte mehrere Kinder:

  • Elise (1823–1889)
  • Marie Josephine (* 1824) ⚭ 1850 Hugo von Bredow (1823–1860), Herr auf Laaslich. Deren Tochter Hermine Sophie Elisabeth (* 1855) heiratete 1874 den späteren preußischen Generalleutnant August von Ziemietzky (1845–1917)[1]
  • Sophie Karoline (1826–1897) ⚭ 1853 Adolf von Bredow (1827–1886), Herr auf Ihlow, seit 1880 Rechtsritter[2] des Johanniterordens[3]

Literatur

Einzelnachweise

  1. Gothaisches Genealogisches Taschenbuch der Adeligen Häuser. 1901. Erster Jahrgang, Justus Perthes, Gotha 1900, S. 132.
  2. Johanniterorden (Hrsg.): Liste der Mitglieder der Balley Brandenburg des Ritterlichen Ordens St. Johannis vom Spital zu Jerusalem 1881. 1881. Auflage. Gedruckt bei Julius Sittenfeld, Berlin 1881, S. 35–161 (kit.edu [abgerufen am 6. August 2021]).
  3. Gothaisches Genealogisches Taschenbuch der Adeligen Häuser. 1901. Zweiter Jahrgang, Justus Perthes, Gotha 1900, S.151
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