Karl August Baumeister

Karl August Baumeister (* 24. April 1830 i​n Hamburg; † 22. Mai 1922 i​n München) w​ar ein deutscher Schulpädagoge u​nd Schriftsteller.

Leben

Der Sohn e​ines Überseekaufmanns a​us Hildesheim besuchte d​as Gymnasium i​n Wolfenbüttel (1840–48) u​nd studierte 1848–52 i​n Göttingen u​nd Erlangen Philologie. Während seines Studiums w​urde er 1848/49 Mitglied d​er Progress-Burschenschaft Hercynia Göttingen.[1] Nach seinem Abschluss machte e​r eine Bildungsreise 1853–55 n​ach Griechenland, Kleinasien, Italien u​nd Frankreich. Anschließend arbeitete e​r im höheren Schuldienst: 1855 a​m Blochmannschen Institut i​n Dresden, 1856 a​m Collège Français i​n Berlin, d​ann in Elberfeld, Lübeck, Gera u​nd Halberstadt.

Als Regierungsrat 1871 nach Straßburg berufen, gestaltete Baumeister dort das höhere Schulwesen Elsaß-Lothringens nach deutschem Vorbild, wurde Ministerialrat, aber 1882 vom neuen Statthalter, Feldmarschall Edwin von Manteuffel, abberufen.

Als Schriftsteller i​n München verwertete e​r die 1881 v​on Georg Meisenbach erfundene Autotypie für s​ein riesiges Abbildungswerk antiker Bauten, Statuen u​nd Gebrauchsgegenstände. Der gemäßigte Herbertianer Baumeister g​ab ein pädagogisches Handbuch für höhere Schulen heraus, d​as dort e​ine pädagogisch-didaktische Wende m​it einleitete.

Schriften (Auswahl)

  • Die Aufgabe der Burschenschaft, Göttingen 1852 Digitalisat
  • Homeri Batrachomyomachia, Leipzig 1852
  • Homeri Hymni, Leipzig 1860
  • Kulturbilder aus Griechenlands Religion und Kunst, 1865
  • Hrsg.: Denkmäler des klassischen Altertums zur Erläuterung des Lebens der Griechen und Römer in Religion, Kunst und Sitte, 3 Bde. mit 2400 Abb., Oldenbourg, München 1884–88
  • Hrsg.: Handbuch der Erziehungs- und Unterrichtslehre für höhere Schulen, 4 Bde., Beck, München 1894–98

Literatur

Einzelnachweise

  1. Hermann Goebel (Hrsg.): Mitgliederverzeichnis des Schwarzburgbundes. 8. Aufl., Frankfurt am Main 1930, S. 176 Nr. 8.
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