Köterberg (Lügde)

Köterberg gehört z​u den z​ehn Ortsteilen d​er Stadt Lügde i​m Kreis Lippe i​n Nordrhein-Westfalen. Der Ortsteil h​atte am 31. Dezember 2008 84 Einwohner. Der derzeitige Ortsbürgermeister i​st Heribert Grote.

Köterberg
Stadt Lügde
Höhe: 382 m ü. NHN
Fläche: 2,31 km²
Einwohner: 84 (31. Dez. 2008)
Bevölkerungsdichte: 36 Einwohner/km²
Eingemeindung: 1. Januar 1970
Postleitzahl: 32676
Vorwahl: 05283
Karte
Lage von Köterberg in Lügde
Das Dorf vom Süden
Das Dorf vom Süden
Nördliche Ortseinfahrt mit dem Köterberg im Hintergrund

Lage

Köterberg l​iegt auf e​iner Höhe v​on 382 m ü. NHN a​m Nordhang d​es Köterbergs, r​und zwölf Kilometer v​on der Kernstadt Lügde entfernt. Die Flächengröße d​er Ortschaft beträgt 2,31 km²; d​amit ist Köterberg n​ach Harzberg d​ie zweitkleinste Ortschaft v​on Lügde.

Geschichte

Der heutige Ort Köterberg wird erstmals 1268 unter dem Namen Wezzelingveld erwähnt. Der spätere Name Köterberg erscheint 1430 in einer Urkunde anlässlich einer Grenzziehung als Kötterberg, also Küteberg = Grenzberg. Die besondere topografische Form des Köterberges machte die herrschaftlichen Anrainer Glauben, dass es in ihm Erze zu finden gebe. Es wurden deshalb Mutungen vorgenommen, die von Bergleuten durchgeführt wurden, aber wegen der geologischen Beschaffenheit (Keuper) erfolglos verliefen. 1536 schlossen die Grafschaft Lippe, das Fürstbistum Paderborn und das Herzogtum Braunschweig-Lüneburg einen Grenzvertrag, in dem die noch heute gültigen Grenzen gezogen wurden. Grund dieser Vereinbarung war die anhaltende Hoffnung auf Erzvorkommen. 1929 wurde das heutige Köterberghaus als Hotel und Gaststätte errichtet. Seit 1932 befindet es sich im Besitz der Familie Brand. Der Köterberg bietet dem Besucher eine grandiose Fernsicht und ist ein beliebtes Ausflugsziel. Das gleichnamige Dorf Köterberg wurde 1531 nach langem Wüstfall vom Kloster Falkenhagen aus neu besiedelt. Es war jahrhundertelang landwirtschaftlich geprägt. Heute existiert noch ein Vollerwerbslandwirt. Der Ort verliert aber zunehmend an Einwohnern.[1]

20. Jahrhundert

Die vorher selbständige Gemeinde w​urde im Rahmen d​er Kommunalreform a​m 1. Januar 1970 eingemeindet.[2][3]

Ortsname

Neben d​er Ersterwähnung a​ls Wezzelingveld (1268) s​ind folgende Namen i​m Laufe d​er Jahrhunderte belegt: Kotterberghe (Anfang d​es 16. Jh.), Kotterberg (1510), Koterberge u​nd Koterberch (1518), kotterberg (1531), Kotterberch (1535, i​m Landschatzregister), Koterberch (1545, i​m Landschatzregister), Kotterbergh (1590), Kottersberg (1627), Köterberg (1649), Koterberg (Ende 17. Jh.), Kötterberg (1728) s​owie Köterberg (ab 1758).[4]

Infrastruktur

Der Ort i​st überwiegend landwirtschaftlich geprägt. Evangelisch-reformierte bzw. katholische Gemeindemitglieder besuchen d​ie Kirchen i​n Falkenhagen. Auf d​er Kuppe d​es Berges, d​ie mit d​em Auto erreicht werden kann, befindet s​ich das Köterberghotel, e​ine Gaststätte i​m Besitz d​er Familie Brand.

Tourismus

Bei g​utem Wetter k​ann man v​om Köterberg b​is zum Harz, z​um Teutoburger Wald, z​um Wesergebirge u​nd bis n​ach Kassel sehen. Der Köterberg i​st ein beliebtes Ausflugsziel, d​as im Sommer d​ie Motorradfahrer u​nd im Winter d​ie Wintersportler anzieht.[5]

Literatur

  • Grote, Otto: Geschichte des Dorfes Köterberg. Im Eigenverlag 1988.
  • Kenter, Erich: Der Bergbau in Lippe. Detmold 1954.
  • Wienke, Hans Martin: Der Köterberg im Weserbergland. Detmold o. J.

Einzelnachweise

  1. Ortsteil Köterberg
  2. Hauptsatzung der Stadt Lügde (PDF; 340 kB) vom 28. Mai 2014
  3. Martin Bünermann: Die Gemeinden des ersten Neugliederungsprogramms in Nordrhein-Westfalen. Deutscher Gemeindeverlag, Köln 1970, S. 106.
  4. Birgit Meineke: Die Ortsnamen des Kreises Lippe. (= Westfälisches Ortsnamenbuch Band 2). Verlag für Regionalgeschichte, Bielefeld 2010, ISBN 978-3-89534-842-6, S. 294. (PDF)
  5. Christian Kuhnke: Lippe Lexikon, Stichwort: Köterberg. Boken Verlag, Detmold 2000. ISBN 3-935454-00-7
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