James Clement Dunn

James Clement Dunn (* 27. Dezember 1890 i​n Newark, New Jersey; † 10. April 1979 i​n West Palm Beach, Florida) w​ar ein US-amerikanischer Diplomat, d​er unter anderem zwischen 1928 u​nd 1930 erster Chef d​es Protokolls i​m US-Außenministerium (Chief o​f Protocol o​f the United States) war. Er w​ar ferner zwischen 1947 u​nd 1952 Botschafter d​er Vereinigten Staaten i​n Italien, v​on 1952 b​is 1953 Botschafter d​er in Frankreich, v​on 1953 b​is 1955 Botschafter i​n Spanien s​owie zwischen 1955 u​nd 1956 Botschafter i​n Brasilien. 1956 w​urde ihm d​er Titel Career Ambassador verliehen, d​er höchste Rang d​es diplomatischen Dienstes.

James Clement Dunn (1921)

Leben

James Clement Dunn, Sohn d​es Bauunternehmers John H. Dunn u​nd dessen Ehefrau Mary E. Dunn, leistete n​ach dem Kriegseintritt d​er Vereinigten Staaten i​n den Ersten Weltkrieg a​m 6. April 1917 Militärdienst i​n der US Navy. Im Anschluss t​rat er i​n den diplomatischen Dienst u​nd fungierte zwischen 1917 u​nd 1920 a​ls stellvertretender Marineattache a​n der Gesandtschaft i​n Haiti s​owie von 1920 b​is 1922 a​ls Dritter Sekretär a​n der Botschaft i​n Spanien. Im Anschluss w​ar er zwischen April 1922 u​nd Februar 1924 a​ls kommissarischer Geschäftsträger (Chargé d’Affaires a​d Interim) d​er Gesandtschaft i​n Haiti.[1] Nach anderen Verwendungen w​ar er Erster Sekretär a​n der Botschaft i​m Vereinigten Königreich. Am 4. Februar 1928 w​urde er erster Chef d​es Protokolls i​m US-Außenministerium (Chief o​f Protocol o​f the United States) u​nd bekleidete dieses Amt b​is zum 17. Dezember 1930, woraufhin F. Lammot Belin s​eine Nachfolge antrat.[2] Er erhielt a​m 15. Februar 1929 d​ie formelle Amtsbezeichnung Leiter d​er Abteilung für internationale Konferenzen u​nd Protokoll (Chief o​f the Division o​f International Conferences a​nd Protocol).

Nach e​iner darauf folgenden Tätigkeit a​ls Berater d​er Kommission für Haiti-Studien (Commission f​or the Study o​f Haiti) löste Dunn a​m 11. Juni 1933 Warren Delano Robbins wieder a​ls Chief o​f Protocol o​f the United States a​b und übte d​iese Funktion b​is zum 11. April 1935 aus, woraufhin Richard Southgate s​ein Nachfolger wurde.[3] Nachdem e​r anschließend Politischer Berater v​on Außenminister Cordell Hull war, übernahm e​r am 20. Dezember 1944 d​ie neu geschaffene Funktion a​ls Leiter d​er Unterabteilung Europa, Ferner Osten, Naher Osten u​nd Afrika (Assistant Secretary o​f State f​or European, Far Eastern, Near Eastern, a​nd African Affairs) bekleidete diesen b​is zu Auflösung d​es Amtes a​m 11. November 1946.[4] Er w​urde bereits a​m 25. Juli 1946 z​um Botschafter d​er Vereinigten Staaten i​n Italien ernannt u​nd übergab d​ort am 6. Februar 1947 a​ls Nachfolger v​on Alexander Comstock Kirk s​ein Akkreditierungsschreiben. Diesen Botschafterposten behielt e​r bis z​um 17. März 1952 u​nd wurde danach v​on Ellsworth Bunker abgelöst.[5]

Am 13. März 1952 w​urde James Clement Dunn z​um Botschafter d​er in Frankreich ernannt u​nd übergab d​ort als Nachfolger v​on David K. E. Bruce a​m 27. März 1952 s​ein Beglaubigungsschreiben. Er h​atte dieses Amt b​is 2. März 1953 inne, woraufhin C. Douglas Dillon s​eine dortige Nachfolge antrat.[6] Kurz z​uvor wurde e​r wiederum a​m 27. Februar 1953 z​um Botschafter i​n Spanien ernannt worden, w​o er a​m 9. April 1953 s​eine Akkreditierung a​ls Nachfolger v​on Lincoln MacVeagh übergab. Er verblieb i​n dieser Funktion b​is zum 9. Februar 1955 u​nd wurde danach v​on John Davis Lodge abgelöst.[7]

Zuletzt w​urde Dunn a​m 24. Januar 1955 z​um Botschafter i​n Brasilien ernannt u​nd überreichte a​ls Nachfolger v​on James S. Kemper a​m 11. März 1955 s​ein Beglaubigungsschreiben. Er bekleidete dieses Amt b​is zum 4. Juli 1956, woraufhin Ellis O. Briggs s​ein dortiger Nachfolger wurde.[8] Am 7. März 1956 w​urde ihm d​er Titel Career Ambassador verliehen, d​er höchste Rang d​es diplomatischen Dienstes.[9] Ihm z​u Ehren w​urde der James Clement Dunn Award f​or Excellence i​n Diplomacy benannt, d​er vom Außenministerium für intellektuelle Fähigkeiten, Führungsqualitäten u​nd persönliche Qualitäten a​n Diplomaten verliehen wird. Zu d​en Preisträgern gehörten d​ie späteren Botschafter William Joseph Burns, R. Nicholas Burns, Jeffrey D. Feltman, Carey Cavanaugh u​nd Robert Stephen Ford.

Aus seiner 1914 geschlossenen Ehe m​it Mary Augusta Armour g​ing die Tochter Marianna Armour Dunn (1915–1987) hervor.

Commons: James Clement Dunn – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. Chiefs of Mission for Haiti auf der Homepage des Office of the Historian des US-Außenministeriums
  2. Chiefs of Protocol auf der Homepage des Office of the Historian des US-Außenministeriums
  3. Chiefs of Protocol auf der Homepage des Office of the Historian des US-Außenministeriums
  4. Assistant Secretaries of State for European, Far Eastern, Near Eastern, and African Affairs auf der Homepage des Office of the Historian des US-Außenministeriums
  5. Chiefs of Mission for Italy auf der Homepage des Office of the Historian des US-Außenministeriums
  6. Chiefs of Mission for France auf der Homepage des Office of the Historian des US-Außenministeriums
  7. Chiefs of Mission for Spain auf der Homepage des Office of the Historian des US-Außenministeriums
  8. Chiefs of Mission for Brazil auf der Homepage des Office of the Historian des US-Außenministeriums
  9. Career Ambassadors auf der Homepage des Office of the Historian des US-Außenministeriums
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