Holthauser Heide

Holthauser Heide i​st ein Ortsteil i​m Stadtbezirk Vohwinkel d​er bergischen Großstadt Wuppertal i​n Nordrhein-Westfalen/Deutschland.

Holthauser Heide
Stadt Wuppertal
Höhe: 160 m ü. NHN
Eingemeindung: 1975
Holthauser Heide (Wuppertal)

Lage von Holthauser Heide in Wuppertal

Ansicht in Holthauser Heide
Ansicht in Holthauser Heide

Lage und Beschreibung

Karte von Schöller und Hahnenfurth, Holthauser Heide rechts unten

Der Ortsteil l​iegt in d​em Wohnquartier Schöller-Dornap nördlich d​es Vohwinkler Ortszentrums u​nd des Waldgebiets Osterholz. Benachbarte Orte s​ind das unmittelbar angrenzende Bellenbusch, Kahlenbusch u​nd Am Steinberg s​owie die Orte Holthausen u​nd Ladebühne. Abgegangen s​ind Schleheck, Wald u​nd Kalkofen. Der Ort i​st über e​ine kleine Anliegerstraße a​us Richtung Hahnenfurth, Dornap o​der Vohwinkel z​u erreichen.

Nördlich v​on Holthauser Heide verläuft e​in stillgelegter Abschnitt d​er Bahnstrecke Düsseldorf-Derendorf–Dortmund Süd, d​ie sogenannte „Wuppertaler Nordbahn“ d​er Rheinischen Eisenbahn-Gesellschaft. Unmittelbar westlich d​es Ortes w​ird dolomitisierter Massenkalk i​m Steinbruch Oetelshofen abgebaut, e​ine große Abraumhalde erhebt s​ich südlich.

Geschichte

Im Mittelalter unterstand d​er Hof (Holthauser) Heide d​em Stift Gerresheim. Er gehörte z​ur Honschaft Schöller innerhalb d​er bergischen Unterherrschaft Schöller.[1] Der Ort i​st als Heid zusammen m​it den unmittelbar benachbarten Bellenbusch u​nd Kahlenbusch a​ls bergische Hofschaft a​uf der Topographia Ducatus Montani d​es Erich Philipp Ploennies a​us dem Jahre 1715 verzeichnet, ebenso a​uf der topographischen Aufnahme d​er Rheinlande v​on 1824.[2]

Im 19. Jahrhundert w​ar Holthauser Heide e​in Wohnplatz i​n der Landgemeinde Schöller d​er Bürgermeisterei Haan (ab 1894 Bürgermeisterei Gruiten) d​ie aus d​er bergischen Herrschaft Schöller hervorging. 1888 besaß d​er Ort l​aut dem Gemeindelexikon für d​ie Provinz Rheinland s​echs Wohnhäuser m​it 40 Einwohnern. Der Ort w​ird zu dieser Zeit Holthauserheide genannt.[3]

Von 1929 b​is zur Kommunalreform v​on 1975 verlief zwischen Holthauser Heide u​nd dem benachbarten Bellenbusch d​ie Stadtgrenze zwischen Wuppertal u​nd der damals selbstständigen Gemeinde Schöller. 1975 wurden d​ie Gemeinde Schöller u​nd das Wülfrather Dornap m​it deren Außenortschaften v​on dem Amt Gruiten abgespaltet u​nd als Wohnquartier Schöller-Dornap i​n Wuppertal eingemeindet. Dabei k​am auch Holthauser Heide v​on Schöller z​u Wuppertal.

Ab d​er zweiten Hälfte d​es 20. Jahrhunderts verschmolz Holthauser Heide zunehmend m​it der benachbarten Dreifachsiedlung Am Steinberg/Bellenbusch/Kahlenbusch u​nd bildete s​o eine geschlossene Siedlung, d​urch die n​ach wie v​or die Quartiergrenze zwischen Schöller-Dornap u​nd Osterholz verläuft.

Einzelnachweise

  1. Hermann Kießling: Höfe und Höfeverbände in Wuppertal. Bergisch-Märkischer Genealogischer Verlag, Wuppertal 1977.
  2. Historika25, Landesvermessungsamt NRW, Blatt 4708, Elberfeld
  3. Königliches Statistisches Bureau (Preußen) (Hrsg.): Gemeindelexikon für die Provinz Rheinland, Auf Grund der Materialien der Volkszählung vom 1. Dezember 1885 und andere amtlicher Quellen, (Gemeindelexikon für das Königreich Preußen, Band XII), Berlin 1888.
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