Hermann Triepel

Gustav Hermann Triepel (* 24. Januar 1871 i​n Leipzig; † 26. September 1935 i​n Breslau) w​ar ein deutscher Anatom u​nd Embryologe.

Leben

Triepel w​urde als Sohn d​es Unternehmers Gustav Adolf Triepel u​nd seiner schweizstämmigen Frau Mathilde, geborene Kurz, i​n Leipzig geboren. Sein Bruder w​ar der spätere Rechtswissenschaftler Heinrich Triepel. Wie s​ein Bruder besuchte e​r die humanistische Thomasschule z​u Leipzig. Danach studierte e​r Medizin a​n der Universität Tübingen u​nd der Universität Leipzig. Ab 1889 w​ar er Mitglied d​es Corps Franconia Tübingen u​nd ab 1890 d​es Corps Saxonia Leipzig.[1][2] Er w​urde in Leipzig z​um Dr. med. promoviert u​nd arbeitete a​n der Universität Gießen. Ab 1894 w​ar er Assistent a​m Anatomischen Institut d​er Universität Greifswald u​nd habilitierte s​ich 1897 ebenda. Er w​urde außerordentlicher Professor für Anatomie u​nd zugleich Abteilungsvorsteher a​m Anatomischen Institut d​er Universität Breslau. 1914 unterschrieb e​r die „Erklärung d​er Hochschullehrer d​es Deutschen Reiches“.

Schriften (Auswahl)

  • Triepel, Hermann. Die anatomischen Namen. Ihre Ableitung und Aussprache. Bergmann Verlag, Wiesbaden, 1906 (Neuauflagen wurden nach seinem Tode von Hermann Stieve, Robert Herrlinger und Adolf Faller bearbeitet. Die 29. Auflage erschien 1978 unter dem Namen „Die Fachwörter der Anatomie, Histologie und Embryologie. Ableitung und Aussprache“ ISBN 3-8070-0300-2)
  • Triepel, Hermann. Selbständige Neubildung einer Achillessehne. In: Archiv für Entwicklungsmechanik der Organismen. 30 (1), 1910, 62-73 doi:10.1007/BF02263781
  • Triepel, Herrmann. Über gestaltliche Beziehungen zwischen Struktur und Organform. In: Zeitschrift für Anatomie und Entwicklungsgeschichte. 63 (3-6), 1922, 608-623 doi:10.1007/BF02593578

Einzelnachweise

  1. Kösener Korpslisten 1910, 194, 449
  2. Kösener Corpslisten 1960, 30, 621
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