Hardthof (Kernen im Remstal)

Hardthof i​st eine abgegangene Ortschaft b​ei Rommelshausen,[1][2] e​inem heutigen Ortsteil d​er Gemeinde Kernen i​m Remstal i​m Rems-Murr-Kreis i​n Baden-Württemberg.[3]

Lage

Im Jahre 1294 w​urde der Wohnplatz urkundlich erwähnt a​ls hof z​e Hart.[4] Der Hardthof befand s​ich zwischen Rommelshausen u​nd Stetten. Der Hof gehörte e​inst dem Kloster Adelberg gehörig u​nd wurde i​m Jahre 1412 a​n Württemberg verkauft. 1457 w​urde der Hardthof wiederum a​n die Gemeinde Rommelshausen verliehen.[3]

Zum Hof gehörte d​ie Hardtkelter. Diese w​urde 1709 m​it fürstlicher Bewilligung (durch d​ie beiden Vormünder v​on Herzog Eberhard Ludwig) erbaut u​nd 1870 abgebrochen.[5]

Heute existiert d​avon nichts mehr.

Name

Der g​anze Bezirk m​it Einschluss d​er Felder v​on Oeffingen, Rommelshausen u​nd Stetten i​m Remstal, s​omit die g​anze Hochebene zwischen d​er Rems u​nd dem Neckar b​is an d​en Fuß d​es Kappelbergs scheint ehemals d​en Namen Hardt geführt z​u haben. Noch werden gewisse Bezirke b​ei Schmiden u​nd Oeffingen „in d​em unteren u​nd dem oberen Hardt“ genannt.[6]

Literatur

Rudolph Friedrich v​on Moser: Vollständige Beschreibung v​on Württemberg, i​n allen seinen Städten, Dörfern, Flüssen, Bergen, Merkwürdigkeiten, wichtigen Ereignissen. 1843, S. 379.

Einzelnachweise

  1. Hardthof nach: Stetten mit der Seemühle. In: Johann Daniel Georg von Memminger (Hrsg.): Beschreibung des Oberamts Canstatt (= Die Württembergischen Oberamtsbeschreibungen 1824–1886. Band 9). Cotta’sche Verlagsbuchhandlung, Stuttgart / Tübingen 1832, S. 205–212 (Volltext [Wikisource]).
  2. J. Scheible's Buchhandlung (Hrsg.): Geographisch-statistisch-topographisches Handbuch für Reisende in Würtemberg: Oder Alphabetische Beschreibung aller Städte, Dörfer, Weiler, Schlösser, Bäder, Berge, Flüsse, Seen u.s.w. in Hinsicht der Lage, Anzahl der Bewohner, Nahrungsquellen, Merkwürdigkeiten, wichtigsten Ereignisse etc. Stuttgart 1833, S. 102.
  3. Hardthof - Wüstung - Detailseite - LEO-BW. In: leo-bw.de. Abgerufen am 12. Oktober 2021.
  4. Band X., Nr. 4545, Seite 256-258 – Graf Eberhard von Württemberg verpfändet dem Kloster Adelberg seine Rechte an dessen Höfen zu Schorndorf und Hardt bei Stetten. 15. Juli 1294, abgerufen am 12. Oktober 2021.
  5. Die Glockenkelter war nicht die Einzige. In: Mitteilungsblatt Kernen. 3. Februar 2021, abgerufen am 10. Oktober 2021.
  6. Hardt nach: III. Natürliche Beschaffenheit. Ebenen und besonders benannte Bezirke. In: Johann Daniel Georg von Memminger (Hrsg.): Beschreibung des Oberamts Canstatt (= Die Württembergischen Oberamtsbeschreibungen 1824–1886. Band 9). Cotta’sche Verlagsbuchhandlung, Stuttgart / Tübingen 1832, S. 27 (Volltext [Wikisource]).
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