Guido Hertel (Jurist)

Guido Hertel (* 16. Mai 1903 i​n Berlin; † 26. Juli 1963 i​n Frankfurt a​m Main) w​ar ein deutscher Jurist u​nd Präsident d​es Bundesrechnungshofes.

Leben

Am Zweiten Weltkrieg n​ahm er a​ls Reserveoffizier, zuletzt a​ls Oberleutnant, teil. Nach d​em Studium d​er Rechts- u​nd Staatswissenschaften u​nd dem Referendarexamen promovierte e​r 1924 z​um Dr. jur. Nach d​em Assessorexamen übernahm e​r im Jahr 1925 e​in Richteramt. Kurz darauf t​rat Hertel i​n die Zollverwaltung ein, w​o er 1933 z​um Regierungsrat ernannt wurde. In d​er Zeit d​er nationalsozialistischen Herrschaft w​urde er w​egen „Unzuverlässigkeit“ n​icht befördert u​nd durfte w​eder Personal- n​och Organisationsfragen bearbeiten.

1939 w​urde er z​um Kriegsdienst eingezogen. Von 1945 b​is 1948 befand s​ich Hertel i​n sowjetischer Kriegsgefangenschaft.

Nach seiner Rückkehr trat er in die Finanzverwaltung von Nordrhein-Westfalen ein. Im Jahre 1950 wechselte Hertel in das Bundesfinanzministerium, wo er ab 1953 Abteilungsleiter für den Zollbereich wurde. Im Jahre 1955 übernahm Hertel die Leitung der Abteilung I im Bundesfinanzministerium. Im Mai 1957 wurde er zum Präsidenten des Bundesrechnungshofs und zum Bundesbeauftragten für Wirtschaftlichkeit in der Verwaltung ernannt. Hertel verstarb am 1963 im aktiven Dienst. Hertel war seit seinen Studentenzeiten Mitglied der katholischen Studentenverbindungen K.St.V. Flamberg und K.St.V. Brisgovia Freiburg im KV.

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