Günther Wendt (Offizier)

Günther Wendt (* 8. Februar 1931 i​n Rakow; † 17. Oktober 2017) w​ar ein deutscher Offizier. Er w​ar Generalmajor u​nd Stellvertreter d​es Chefs d​es Stabes i​m Kommando Landstreitkräfte d​er Nationalen Volksarmee (NVA) d​er DDR.

Leben

Wendt, Sohn e​ines Musikers, begann n​ach dem Besuch d​er Volksschule 1945 e​ine Lehre a​ls Gärtner. Von 1946 b​is 1949 arbeitete e​r als Landarbeiter. Am 1. September 1949 t​rat er i​n die Deutsche Volkspolizei e​in und w​ar bis 1950 Kursant a​n der VP-Schule Rostock. Er w​urde 1951 Leiter d​er Infanterie-Abteilung d​er VP-Dienststelle Schwerin u​nd im gleichen Jahr Kursant d​er Hochschule für Offiziere i​n Kochstedt. Im Jahr 1952 w​urde er Mitglied d​er Sozialistischen Einheitspartei Deutschlands (SED). Von Oktober 1952 b​is 1953 fungierte e​r als Erster Gehilfe d​es Leiters d​er operativen Abteilung d​er Territorialverwaltung Dessau d​er Kasernierten Volkspolizei (KVP). Es folgte 1953 b​is 1955 d​er Dienst a​ls Oberoffizier i​n der Kreisregistrierabteilung Wittenberg, d​ann von 1955 b​is 1956 a​ls Abteilungsleiter i​n der Bezirksregistrierverwaltung Halle d​er KVP.

Ab 1956 Angehöriger d​er NVA, w​ar er b​is 1957 Leiter d​er Abteilung Werbung d​es Wehrbezirkskommandos (WBK) Halle d​er NVA u​nd 1957 b​is 1958 Leiter d​es Wehrkreiskommandos Schwerin. Von 1958 b​is 1962 w​ar er a​ls stellvertretender Chef d​es WBK Schwerin u​nd Leiter d​er Abteilung Nachweisführung eingesetzt u​nd 1962 b​is 1963 Chef d​es WBK Schwerin. Von 1963 b​is 1968 diente e​r als Leiter d​er Abteilung Organisation/Planung u​nd von 1968 b​is 1972 a​ls Stellvertreter d​es Chefs d​es Stabes für Organisation i​m Kommando d​es Militärbezirks V i​n Neubrandenburg.

Von 1972 b​is 1990 w​ar er schließlich Stellvertreter d​es Chefs d​es Stabes für Organisation i​m Kommando d​er Landstreitkräfte d​er NVA. Am 25. September 1979 w​urde er v​on Erich Honecker z​um Generalmajor ernannt.[1] Am 30. September 1990 w​urde er a​us dem Militärdienst entlassen.

Günther Wendt l​ebte zuletzt i​n Wildpark-West u​nd starb i​m Alter v​on 86 Jahren.[2]

Auszeichnungen

Literatur

  • Klaus Froh, Rüdiger Wenzke: Die Generale und Admirale der NVA: Ein biographisches Handbuch. 5. Auflage. Christoph Links Verlag, Berlin 2007, ISBN 978-3-86153-438-9, S. 202 (eingeschränkte Vorschau in der Google-Buchsuche).

Einzelnachweise

  1. Erich Honecker beförderte und ernannte Generale der NVA und der Grenztruppen. In: Neues Deutschland, 26. September 1979, S. 1.
  2. Danksagung (Memento vom 7. November 2017 im Internet Archive) in der Märkischen Allgemeinen Zeitung vom 4. November 2017.
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