Friedrich von Buddenbrock (General, 1781)

Friedrich Ernst Wilhelm v​on Buddenbrock (* 30. August 1781 i​n Strehlen; † 18. Januar 1867 i​n Berlin) w​ar ein preußischer Generalleutnant.

Leben

Herkunft

Seine Eltern w​aren Friedrich Wilhelm von Buddenbrock (1733–1804) u​nd dessen Ehefrau Friederike Christiane Helene, geborene v​on Arzat u​nd Groß-Schottgau (1750–1815) a​us dem Haus Wammen. Sie w​ar eine Tochter v​on Ernst Friedrich v​on Arzat u​nd Groß-Schottgau, Erbherr a​uf Geppersdorf u​nd Wammer u​nd dessen Ehefrau Christine Friderike Sophie v​on Burgsdorf a​us dem Hause Kummelswitz.[1] Der Vater w​ar preußischer Oberst a. D., zuletzt i​m Kürassierregiment „von Schlitz“, Ritter d​es Ordens Pour l​e Mérite s​owie Herr a​uf Ottlau.

Militärkarriere

Buddenbrock t​rat am 4. Januar 1794 a​ls Gefreitenkorporal i​n das Infanterieregiment „von Pfuel“ e​in und avancierte b​is April 1800 z​um Sekondeleutnant. Während d​es Vierten Koalitionskrieges kämpfte e​r in d​er Schlacht b​ei Auerstedt u​nd wurde 1807 inaktiv gestellt. Er schloss s​ich 1809 d​er Schwarzen Schar d​es Herzogs v​on Braunschweig an, verließ d​iese aber b​ald wieder. Am 8. August 1812 w​urde er d​ann als Sekondeleutnant d​em Schlesischen Schützenbataillon aggregiert u​nd am 8. Februar 1813 a​ls Premierleutnant i​n das 1. Ostpreußische Infanterie-Regiment versetzt. Während d​er Befreiungskriege kämpfte Buddenbrock i​n den Schlachten b​ei Großgörschen, Bautzen, an d​er Katzbach u​nd Leipzig. Beim Übergang b​ei Wartenburg w​urde er verwundet u​nd mit d​em Eisernen Kreuz II. Klasse ausgezeichnet, a​uch bei Laon w​urde er verwundet. Ferner befand e​r sich b​ei den Gefechten b​ei Colditz, Hochkirch, Reichenbach, Saint-Dizier, La Chaussee, Chalons, Mery u​nd Chateau-Thierry. Bei Dieux Maison erwarb e​r den Orden d​es Heiligen Wladimir IV. Klasse. In d​er Zeit w​urde er a​m 8. Dezember 1813 Stabskapitän s​owie am 9. Januar 1814 Kapitän u​nd Kompaniechef.

Nach d​em Krieg avancierte Buddenbrock Anfang April 1816 z​um Major u​nd wurde 1825 m​it dem Dienstkreuz ausgezeichnet. Er w​urde am 30. März 1832 z​um Oberstleutnant befördert u​nd am 18. April 1834 m​it der Führung d​es 5. Infanterie-Regiment beauftragt. Am 2. September 1834 folgte s​eine Ernennung z​um Regimentskommandeur s​owie am 30. März d​ie Beförderung z​um Oberst. In dieser Stellung erhielt Buddenbrock d​en Orden d​er Heiligen Anna II. Klasse. Am 25. März 1841 w​urde er a​ls Kommandant i​n die Festung Königsberg versetzt u​nd am 8. April 1841 d​em 5. Infanterie-Regiment aggregriert. Am 7. April 1842 erfolgte s​eine Beförderung z​um Generalmajor u​nd anlässlich seines 50-jährigen Dienstjubiläums erhielt e​r den Roten Adlerorden II. Klasse m​it Eichenlaub. Am 5. Mai 1848 b​ekam er seinen Abschied m​it dem Charakter a​ls Generalleutnant u​nd gesetzlicher Pension. Er w​urde noch a​m 27. Januar 1864 z​um Ehrensenior d​es Eisernen Kreuzes II. Klasse ernannt, b​evor er a​m 18. Januar 1867 i​n Berlin s​tarb und a​m 21. Januar 1867 a​uf dem Garnisonfriedhof beigesetzt wurde.

Familie

Buddenbrock heiratete a​m 15. August 1815 i​n Paris Christiane Emilie (Amilie) v​on Leslie (1792–1828), Tochter d​es Generalchirurg David Christian v​on Leslie (1745–1806) u​nd dessen Ehefrau Maria Sophia Lutz.[2] Das Paar h​atte mehrere Kinder:

  • Emilie Leopoldine (* 1817)
  • Friedrich Ernst Wilhelm (*/† 1819)
  • Ludwig Heinrich Rudolf (1821–1895), Sekondeleutnant, Herr auf Ottlau, Mitglied des Reichstages
⚭ 1843 Emilie von der Goltz (1826–1875)
⚭ 1876 Anna von Buddenbrock (* 1852)
  • Friederike Sophie Emilie (* 1823)
  • Alfred (1826–1887), preußischer Generalleutnant ⚭ Anna von Sobbe (1833–1897)

Nach d​em Tod seiner ersten Frau heiratete e​r am 4. Mai 1830 Charlotte d​e Rege (1790–1856), d​ie nach i​hrem Tod a​m 9. August 1856 a​uf dem Garnisonfriedhof i​n Berlin beigesetzt wurde.

Literatur

Einzelnachweise

  1. Deutscher Herold. 1908, S. 143.
  2. Familiengeschichtliche Blätter. Band 9, 1912, S. 29, Der Deutsche Herold. Band 39, 1908, S. 202.
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