Franz Holzweißig

Franz Holzweißig (* 27. März 1928 i​n Chemnitz; † 23. September 2018)[1] w​ar ein deutscher Ingenieur a​uf dem Gebiet d​er Technischen Mechanik, Hochschullehrer u​nd Autor.

Leben

Nach d​em Besuch d​er Kreuzschule u​nd des Kreuzchores v​on 1938 b​is 1944 i​n Dresden u​nd einer Lehre a​ls Motorenschlosser studierte e​r von 1946 b​is 1949 Maschinenbau a​n der Ingenieurschule Mittweida. Nach d​em Abschluss a​ls Ingenieur setzte e​r seine Ausbildung 1949 a​n der TH Dresden fort, w​o er 1953 e​inen Abschluss a​ls Diplomingenieur für Wärmetechnik erlangte.[2]

Dem Hochschulstudium schloss Holzweißig bis 1961 eine Tätigkeit als Assistent, später Oberassistent bei Heinz Neuber und Arthur Weigand an, die an der TH Dresden auf dem Gebiet der Technischen Mechanik forschten.[3] Dort wurde er 1959 mit einer Arbeit über Dynamische Untersuchungen an der Zylindergruppe einer Offsetmaschine zum Doktoringenieur promoviert.[4]

Von 1961 b​is 1963 w​ar er Abteilungsleiter i​m Industrie-Institut Nagema. Anschließend erfolgte s​eine Habilitation.

Im Jahr 1961 wurde er zunächst zum Wahrnehmungs-Professor für Sonderprobleme der Schwingungstechnik, 1964 dann zum Professor für Technische Mechanik berufen. Von 1991 bis 1994 war Holzweißig Dekan der Fakultät für Maschinenwesen der TU Dresden.

Er verfasste gemeinsam m​it Hans Dresig d​as Standardwerk Maschinendynamik.

Franz Holzweißig l​ebte in Dresden.

Veröffentlichungen (Auswahl)

  • Einführung in die Messung mechanischer Schwingungen. Fachbuchverlag Leipzig, 1963.
  • mit Hans Göldner: Leitfaden der Technischen Mechanik : Statik, Festigkeitslehre, Kinematik, Dynamik. 11., verb. Auflage. Fachbuchverlag, Leipzig 1989, ISBN 3-343-00497-9.
  • mit Gottfried Meltzer: Messtechnik der Maschinendynamik. 2. Auflage. Fachbuchverlag, Leipzig, 1978.
  • mit Co-Autoren: Arbeitsbuch Maschinendynamik / Schwingungslehre. 2., verb. Auflage. Fachbuchverlag, Leipzig 1987, ISBN 3-343-00350-6.
  • mit Hans Dresig: Maschinendynamik. 11. Auflage. Springer Verlag, Berlin/ Heidelberg 2013, ISBN 978-3-642-29570-6. Übersetzt in die englische und chinesische Sprache.[5][6]

Literatur

  • Hans Dresig, Gottfried Meltzer: Professor Holzweißig – 60 Jahre. In: Maschinenbautechnik. Band 37, H. 3, 1988, S. 100–101.

Einzelnachweise

  1. Traueranzeige, in: Sächsische Zeitung. 25. September 2018.
    Traueranzeige, in: Dresdner Neueste Nachrichten. 26. September 2018.
  2. Dorit Petschel: 175 Jahre TU Dresden. Band 3: Die Professoren der TU Dresden 1828–2003. Hrsg. im Auftrag der Gesellschaft von Freunden und Förderern der TU Dresden e. V. von Reiner Pommerin. Böhlau, Köln u. a. 2003, ISBN 3-412-02503-8, S. 385.
  3. Hans Göldner: Geschichte des Instituts für Festkörpermechanik ab dem Ende des 2. Weltkrieges. gekürzte Fassung, Internetseite des Institut für Festkörpermechanik der TU Dresden, abgerufen am 24. September 2016.
  4. Ralph Stelzer, Michael Beitelschmidt: Nachruf auf Prof. Franz Bernhard Holzweißig. In: Dresdner Universitätsjournal 16/2018, 16. Oktober 2018, S. 6.
  5. H. Dresig, F. Holzweißig: Dynamics of Machinery: Theory and Applications. Springer-Verlag, Berlin/ Heidelberg 2010, ISBN 978-3-540-89939-6.
  6. H. Dresig, F. Holzweißig: 机器动力学(附光盘)(光盘1张) (Maschinendynamik), Science Press, Beijing 2012, ISBN 978-7-03-032743-7.
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