Ernst von Beauvais

Ernst v​on Beauvais (* 27. November 1923 i​n Bonn; † 18. September 2001 i​n Keitum a​uf Sylt)[1] w​ar ein deutscher Ministerialbeamter.

Leben

Ernst v​on Beauvais studierte a​n der Rheinischen Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn u​nd der Eberhard Karls Universität Tübingen Rechtswissenschaften u​nd Volkswirtschaftslehre. 1950 w​urde er Mitglied d​es Corps Borussia Bonn.[2] 1952 schloss e​r sich d​em Corps Franconia Tübingen an.[3] 1951 l​egte er d​as erste juristische Staatsexamen ab. 1952 bestand e​r das Examen z​um Dipl. rer. pol. 1956 l​egte er d​as zweite juristische Staatsexamen a​b und w​urde an d​er rechts- u​nd staatswissenschaftlichen Fakultät d​er Universität Bonn z​um Dr. rer. pol. promoviert.[4]

Ernst Beauvais t​rat 1957 i​n den Dienst d​es Bundeswirtschaftsministeriums ein. Als Unterabteilungsleiter, zuständig für Handwerk u​nd Absatzwirtschaft, u​nd Ministerialdirigent[5] w​urde er 1973 Leiter d​er Abteilung Mittelstandspolitik u​nd Ministerialdirektor. 1988 t​rat er i​n den Ruhestand ein. Beauvais w​ar von 1973 b​is 1988 Vorsitzender d​es Kuratoriums d​er Physikalisch-Technischen Bundesanstalt[6] u​nd der Bundesanstalt für Materialprüfung. Er prägte d​ie deutsche Mittelstandspolitik u​nter den liberalen Wirtschaftsministern Hans Friderichs, Otto Graf Lambsdorff u​nd Martin Bangemann. Er gehörte d​er FDP an.

Auszeichnungen

  • Ehrenmitglied des Internationalen Clubs La Redoute Bonn[7]
  • 1978: Verdienstkreuz 1. Klasse der Bundesrepublik Deutschland
  • 1983: Großes Verdienstkreuz der Bundesrepublik Deutschland

Schriften

  • Das Verhältnis von Vermögens- und Nichtvermögensschaden unter besonderer Berücksichtigung des Schmerzensgeldes, 1956
  • Mittelstandspolitik – Ein wichtiges Element der Wirtschaftspolitik. In: Perspektiven der Mittelstandspolitik und Mittelstandsforschung: Festschrift für Mathias Ernst Kamp zum 70. Geburtstag, 1979
  • Die Berufsförderung der Wirtschaftsprüfer, 1981
  • Mittelstandspolitik in der Bundesrepublik Deutschland unter besonderer Berücksichtigung der Maßnahmen der Bundesregierung zur Versorgung der Wirtschaft mit Risikokapital, 1984

Einzelnachweise

  1. Index 2001, 18. September 2001 (Memento vom 6. Februar 2015 im Internet Archive) auf www.koeblergerhard.de
  2. Kösener Corpslisten 1996, 16/1091
  3. Kösener Corpslisten 1996, 39/1106
  4. Dissertation vom 20. August 1956
  5. Bonner Kulisse. In der Wochenzeitung Die Zeit vom 5. Januar 1973
  6. Physikalisch-Technische Bundesanstalt, Jahresbericht 2001, S. 29
  7. Ehrenmitglieder auf www.intclub-redoute-bonn.de
This article is issued from Wikipedia. The text is licensed under Creative Commons - Attribution - Sharealike. The authors of the article are listed here. Additional terms may apply for the media files, click on images to show image meta data.